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Lebensmittel-Retter-App Too Good To Go gründet deutsche Niederlassung

Too Good To Go

Too Good To Go verkauft übrig gebliebenes Essen aus Restaurants und Läden zum reduzierten Preis – mit Erfolg. Jetzt plant das Startup ein Büro in Düsseldorf.

Wir verschwenden eine Menge Lebensmittel. Schätzungen zufolge landet jedes Jahr Essen im Wert von mehr als 20 Milliarden Euro in der Tonne – alleine in Deutschland. Einige Lebensmittel werden gar nicht erst verkauft, weil sie nicht hübsch genug aussehen, andere werden von den Verbrauchern im Kühlschrank vergessen und dann entsorgt. Ein anderes Problem: Bereits produzierte Lebensmittel von Restaurants und Geschäften, die bis Ladenschluss nicht verkauft werden.

Für das letzte Problem haben die Startups Too Good To Go, ResQ oder Mealsaver nun eine Lösung gefunden: Ihre Apps sollen die Lebensmittelverschwendung von Restaurants und Geschäften minimieren, indem sie übrig gebliebenes Essen via App an die Kunden vermitteln, die die Gerichte kurz vor Ladenschluss für einen reduzierten Preis erhalten.

Das Startup Too Good to Go wurde 2015 von den fünf Freunden Stian Olesen, Thomas Bjorn Momsen, Klaus B. Pedersen, Adam P. Sigbrand und Brian Christensen in Kopenhagen gegründet. Finanziert mit einem siebenstelligen Betrag ist es der Vorreiter im Markt. Nach Angaben des Startups hat die App bereits mehr als eine Million Nutzer, 500.000 Portionen an übrig gebliebenen Lebensmitteln wurden bereits verkauft. Für jede Portion kassiert das Startup eine Provision.

Mittlerweile ist To Good To Go in zehn Ländern vertreten, in Deutschland operiert das Startup seit dem vergangenen Sommer – allerdings wurde das Geschäft bisher von Kopenhagen gesteuert. Nun rückt der deutsche Markt stärker in den Fokus, wohl auch weil mit ResQ und Mealsaver zwei Berliner Unternehmen Too Good To Go hierzulande Konkurrenz machen.

Dafür hat das Startup nun einen deutsche Tochtergesellschaft gegründet. Geleitet wird sie von Peter Wiedeking, ehemaliger Gründer des Startups Abendtüte. Bisher beschäftigt er acht freie Mitarbeiter und ist gerade auf der Suche nach einem Büro in Düsseldorf, wie er gegenüber Gründerszene erläutert. „Unser Plan ist es, alle Großstädte und alle großen Unistädte in Deutschland zu besetzen“ sagt Wiedeking. Aktuell funktioniere Too Good To Go in rund 32 deutschen Städten, in einigen davon sei allerdings nur ein Restaurant registriert.

In den kommenden Monaten soll der deutsche Markt rasant wachsen, sagt Wiedeking. Er plane, bis Ende des Jahres 20 bis 30 Festangestellte plus freie Mitarbeiter in Deutschland zu beschäftigen.

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