Was das Salat-Startup GreenGurus mit übrig gebliebenem Essen macht

GreenGurus liefert Salate, Sandwiches und Smoothies in der Mittagspause. Häufig bleibt Essen übrig. Nun haben die Berliner eine Lösung für die Reste gefunden.

Wohin mit den Resten? Diese Fragen stellen sich Restaurants, Bäckereien oder Supermärkte jeden Tag. Auch Food-Startups, die frisch zubereitete Lebensmittel verkaufen, quält dieses Problem. Ein Beispiel ist GreenGurus aus Berlin. Das Startup liefert in der Hauptstadt Salate, Sandwiches und Smoothies in der Mittagspause sowie am Abend aus. Produziert werden die Produkte früh am Morgen für den ganzen Tag. Für die Lieferstunden werden Roller oder Smarts mit Essen befüllt und in der gesamten Stadt positioniert. Bei Bestellung seien die Fahrer so schnell bei den Kunden, wirbt das Unternehmen.

Da das Team von GreenGurus am Morgen jedoch nicht weiß, wie viele Gerichte tatsächlich bestellt werden, bleiben immer welche übrig. Wohin also mit den Resten? Bisher habe GreenGurus das verbleibende Essen am Abend verschenkt: an Obdachlose, an Menschen in der Nähe des Büros, beispielsweise am Berliner Kottbusser Tor, oder an bekannte Startups. „Das war aber natürlich auf Dauer keine befriedigende Situation, weil es einfach auch mit viel Arbeit verbunden ist“, sagt Gründer Dimitrios Ploutarchos auf Nachfrage.

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Wie die Firma nun verkündete, hat sie eine neue Lösung gefunden: eine Kooperation mit den Berliner Startups ResQ und Mealsaver. Das Konzept der beiden Unternehmen: Gastronomen können über die Plattformen übrig gebliebenes Essen portionsweise einstellen und via App für einen reduzierten Betrag an Nutzer verkaufen, die es dann innerhalb eines vorgegebenen Zeitfensters vor Ort abholen. Vorreiter dieses Konzepts ist das dänische Startup To Good To Go.

GreenGurus verkauft über die App die Gerichte vom Vortag: „Wir tragen abends ein, wie viele Reste wir zur Verfügung haben und in welchem Zeitfenster sich Kunden diese bei uns abholen kommen können“, erklärt Ploutarchos das Prinzip. Alle Salate seien mindestens für einen Tag haltbar, die meisten sogar mehrere Tage.

Zwischen 17 und 21:30 Uhr können die Kunden das Essen dann im Büro von GreenGurus im Berliner Bezirk Kreuzberg abholen. Bisher würden täglich 20 bis 30 Gerichte über die Plattform verkauft, so der Gründer. Die über die App angebotenen Reste würden etwa die Hälfte vom ursprünglichen Verkaufspreis kosten, also rund drei Euro. 20 Prozent davon gehen allerdings an ResQ oder Mealsaver. Es lohne sich trotzdem, sagen die GreenGurus-Gründer.

Bild: Greengurus

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