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Australische Supermarktkette kauft sich bei Marley Spoon ein

Rund 18,6 Millionen Euro legt Woolworths für den Deal auf den Tisch. Die Anleger erhoffen sich offenbar viel von der Zusammenarbeit: Der Aktienkurs stieg.

Das australische Einzelhandelsunternehmen Woolworths beteiligt sich am Kochboxen-Anbieter Marley Spoon. Das gaben beide Unternehmen am Freitag bekannt. Für neun Prozent der Anteile, in Form von Aktien und einer Wandelschuldverschreibung, zahlt der Supermarkt-Betreiber umgerechnet rund 18,6 Millionen Euro (30,05 Millionen australische Dollar). Außerdem haben beide Firmen eine Zusammenarbeit über fünf Jahre angekündigt.

Nach der Bekanntgabe stieg der Aktienkurs des Startups. Die Papiere werden an der Börse in Sydney gehandelt. Lag der Kurs am Donnerstag noch bei umgerechnet rund 0,27 Euro (0,44 australische Dollar), waren es zum Handelsschluss am Freitag umgerechnet 0,46 Euro (0,74 australische Dollar). Die Unternehmensbewertung liegt damit bei umgerechnet 37 Millionen Euro. Als Marley Spoon im Juli 2018 an die Börse ging, stand der Aktienkurs noch bei umgerechnet 0,88 Euro (1,42 australische Dollar).

Australien ist für Marley Spoon ein wichtiger Markt. In Europa wächst das 2014 gestartete Unternehmen nur langsam. 2018 lagen die Erlöse im zweistelligen Millionenbereich, der Vorreiter Hellofresh schrieb im selben Zeitraum einen Milliardenumsatz. Im vergangenen Jahr hat sich der Jahresfehlbetrag von Marley Spoon um 45 Prozent verschlechtert: 2017 stand das Berliner Startup noch mit mehr als 28 Millionen Euro in den roten Zahlen, 2018 waren es sogar 41 Millionen Euro im Minus.

„Marley Spoon ist unterbewertet“

Im Sommer ist der Kochboxen-Anbieter an die australische Börse gegangen. Im Januar gab es neues Fremdkapital. Wie gut läuft das Geschäft von Marley Spoon?

Bild: Marley Spoon

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