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Wieso Wladimir Klitschko jetzt auch noch Tee macht

Ein ehemaliger Profiboxer als Food-Gründer: Wladimir Klitschko verkauft bei Rewe demnächst Teegetränke, deren Rezepturen einer bestimmten Philosophie folgen.

Vor zwei Jahren beendete der Box-Weltmeister im Schwergewicht seine Karriere. Nach seiner Karriere als Profisportler will sich Wladimir Klitschko nun als Unternehmer beweisen, mit einer eigenen Hotelkette, einer Beraterfirma und einem Dozentenjob. Die Erfahrungen, die der jüngere Klitschko-Bruder in den mehr als 20 Jahren Leistungssport gesammelt hat, will er in Motivations- und Führungskräftetrainings vermitteln. Das Konzept heißt F.A.C.E. the Challenge – F steht für focus (Fokus), A für agility (Beweglichkeit), C für coordination (Koordination) und E für endurance (Ausdauer)

Und einen weiteren Plan hat Klitschko: In der zweiten Jahreshälfte will der Ex-Weltmeister verschiedene Teegetränke in 550 Rewe-Filialen in Norddeutschland verkaufen. Das soll der Anstoß für eine breit aufgestellte Produktpalette nach dem F.A.C.E.-Prinzip werden – zumindest wenn es nach dem Promi geht.

Herr Klitschko, das erste Produkt aus der F.A.C.E.-Reihe wird Tee sein. Was kann ich mir darunter vorstellen?

Die Tees werden Ready-to-drink sein. Das heißt, sie kommen aufgebrüht in den Handel. Grüner Tee unterstützt die Konzentrationsfähigkeit. Er gehört innerhalb meiner F.A.C.E.-Methode in die Kategorie Focus. Weißer Tee enthält Verbindungen, die gut sind für die Knochen. Deshalb gehört auch dieser Tee zu unserem Anfangsportfolio und in die Kategorie Endurance.

Warum braucht es einen Tee ausgerechnet von Wladimir Klitschko?

F.A.C.E. ist ein ganzheitliches Konzept. Unser Portfolio umfasst Weiterbildungsformate, Beratungsansätze für Unternehmen, Camps, bei denen die Teilnehmer lernen, ihren Körper und Geist in Verbindung zu bringen. Jetzt wird es mit dem Tee bald Produkte geben, die jeweils einen Faktor aus F.A.C.E. gezielt unterstützen. Von daher unterscheidet sich unser Tee stark von allem, was es auf dem Markt gibt, da eine Philosophie dahintersteckt. Tee wird in vielen Ländern mehr getrunken als Wasser. Und in unserer westlichen Kultur vermisse ich einen einfachen und doch schmackhaften Tee.

Worin unterscheidet sich das Produkt von Marken wie Charitea oder Honest Tea?

Unser Tee ist komplett zuckerfrei und bewusst nennen wir ihn nicht Genussmittel, sondern Funktionsmittel, da er die Bedürfnisse des Körpers ausgleicht und ihm nicht zusätzliche Belastungen zufügt.

Welche anderen Produkte der F.A.C.E.-Reihe wird es geben?

Möglichkeiten sehe ich da noch sehr viele und Ideen habe ich auch bereits, aber es ist noch zu früh, um darüber zu sprechen. 

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Im Wettbewerb um Marktanteile wollen sich die großen Supermarktketten nicht geschlagen geben. Manchmal ist das gut für Startups – manchmal aber auch nicht.

Warum gehen Sie in den Lebensmittelbereich?

Ich will meinen Erfahrungsschatz teilen. Ich möchte sehen, wie sich Menschen dank meiner Methode bewegen und entwickeln. Ich möchte nicht nur Produkten mein Gesicht leihen, sondern auch welche herstellen, die zu mir passen und es mir ermöglichen, meine Expertise zu verbreiten.

Welche Erfahrungen können Sie aus der Zeit als Profiboxer für Ihre Unternehmerkarriere mitnehmen?

Athleten und Unternehmer sind nur auf lange Sicht erfolgreich, wenn sie sich nachhaltig aufstellen, gut mit ihren Ressourcen umgehen. Zudem ist auch Boxen Teamwork. Klar stehe am Ende ich im Ring, trotzdem hat mein Team im Vorfeld alle Voraussetzungen geschaffen, damit ich dort in diesem Moment das Bestmögliche abrufe. Wie heute, wenn ich mit meinen Unternehmen arbeite und wir die nächsten Schritte planen. Meine Karriere machte mich zum Weltmeister, verwandelte mich aber auch in eine Art Challenge-Meister. Ich liebe Herausforderungen und brauche sie. Ich habe festgestellt, wie wichtig es auch im Geschäftsleben ist, voll und ganz hinter dem zu stehen, was man tut und auch hart für diese Ziele zu arbeiten.

Sind Sie selbst als Investor tätig?

Ziel meiner zweiten Karriere ist klar der Expertise- und nicht der Image- und schon gar nicht der reine Geldtransfer.

Bild: Tristar Media / Getty Images

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