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Veganz sammelt 1,5 Millionen Euro von der Crowd ein

Vor sieben Jahren startete Veganz als vegane Supermarktkette. Nun wollen sich die Berliner stärker als Hersteller etablieren. Und brauchen dafür Geld.

Das Berliner Unternehmen Veganz hat in einer Kapilendo-Kampagne knapp 1,5 Millionen Euro von Crowdinvestoren bekommen. Unter den Geldgebern sind sowohl Altgesellschafter als auch neue Geldgeber. Über eine Laufzeit von drei Jahren bekommen die Anleger einen Festzins von 7,5 Prozent. Außerdem winkt den mehr als 1.300 Investoren ein Erfolgszins von bis zu 15 Prozent, falls die Marke bis 2020 mehr als 35 Millionen Euro Umsatz eingefahren haben sollte. 2017 setzte Veganz 24 Millionen Euro um. 2018 plant Bredack einen Umsatz von 22,8 Millionen Euro.  

Die Finanzierungsschwelle von 250.000 Euro hat die sieben Jahre alte Firma bereits nach 90 Minuten geknackt. CEO und Gründer Jan Bredack benötigt das Kapital, um international zu expandieren, neue Produkte auf den Markt zu bringen und Veganz als Lebensmittelhersteller zu stärken.

2011 starteten die Berliner als Supermarktkette mit eigenen und fremden Marken, im Rahmen einer Planinsolvenz 2017 mussten sie sechs der insgesamt neun Filialen wieder aufgeben. Grund waren rückläufige Umsätze und weniger Kunden. Veganz hat daher seine Strategie gewechselt und tritt nur noch als Produzent auf. Die drei verbliebenen Berliner Läden dienen jetzt lediglich als Flagship-Store. Mehr als 160 vegane Artikel wie Proteinshakes, Tiefkühlpizza und Schokolade verkauft die Marke in zwölf Ländern. Im nächsten Jahr will Veganz pflanzliche Müslis und Porridges auf den Markt bringen.

95 Prozent seines Umsatzes erzielt das Berliner Unternehmen, an dem auch Katjesgreenfood beteiligt ist, durch den Vertrieb in anderen Supermärkten. Nach einer Sommerpause stellte Veganz seinen Onlineshop Anfang September komplett ein und leitet seine Kunden seitdem zu dem Onlineshop-Partner Vekoop weiter. 

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Bild: Veganz

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