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Ist das vegane Hundefutter dieser Gründerinnen 1,5 Millionen Euro wert?

In der TV-Show „Die Höhle der Löwen“ pitchen die Gründerinnen von Vegdog ihr pflanzliches Tierfutter. Hohe Umsätze erwirtschaftet das Münchener Startup noch nicht.

Weil ihr Hund Nelson allergisch auf sein Futter reagierte, fing die Architektin Tessa Zaune-Figlar auf Anraten ihres Tierarztes an, selbst für ihren Vierbeiner zu kochen – nach veganen Rezepten. 2015 gründete die 34-jährige Münchenerin gemeinsam mit Valerie Henssen das Startup Younikat, um ihr selbst entwickeltes pflanzliches und glutenfreies Hundefutter unter der Marke Vegdog zu verkaufen.

Das inzwischen dreiköpfige Team bietet heute Nass- sowie Trockenfutter für drei Altersklassen an. Die Produkte werden beispielsweise aus Kartoffeln, Linsen und Chiasamen hergestellt und sollen genügend Inhaltsstoffe enthalten, um Vegdog als Alleinfutter nutzen zu können. Damit das Futter den Nährstoffbedarf der Tiere komplett deckt, fügen die Gründerinnen der Gemüsemischung ein Mineralpulver und eine spezielle Alge hinzu.

Die Produkte des Startups sind in Kaufland-Filialen sowie in diversen Onlineshops erhältlich, darunter Dm und Fressnapf. Eine kleine Dose mit 400 Gramm kostet im eigenen Webshop knapp 3,40 Euro. Vergleichbare Tiernahrung der Hersteller Biopur und Bio-Tierkost gibt es – ebenfalls in der 400-Gramm-Dose – für rund 3,20 Euro. Die Gründerinnen machen den Großteil ihres Umsatzes online, wie CEO Zaune-Figlar gegenüber Gründerszene und NGIN Food angibt: „Wir haben unsere Umsätze seit 2017 verfünffachen können und streben 2019 die Eine-Million-Euro-Marke an.“

Um den Vertrieb und das Marketing weiter auszubauen, benötigen Zaune-Figlar und Henssen 150.000 Euro von den Löwen. Für die Summe würde das Gründerinnen-Duo zehn Prozent seines Unternehmens abgeben.

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Bild: Vegdog

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