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Topmodel Toni Garrn: „Ich bin nicht Business- oder Money-driven“

Im OMR-Podcast spricht die gebürtige Hamburgerin über ihr Investment in ein Tech-Startup – und kündigt an, ab 2020 ihre eigene Food-Firma vermarkten zu wollen.

Die Karriere von Toni Garrn begann sehr früh: Mit 13 wurde sie auf einer Fanmeile während der WM 2006 von einer Model-Agentin entdeckt. Ihr erstes Branchengeld verdiente sie als Gesicht für das Luxus-Label Calvin Klein, pendelte mit 15 zwischen Deutschland und New York, zierte später das Vogue-Cover und lief auf den ganz großen Laufstegen, etwa bei Christian Dior oder Chanel.

Inzwischen ist die gebürtige Hamburgerin nicht mehr nur Model, sondern auch als Schauspielerin tätig – und seit Kurzem auch als Investorin. 2018 stieg sie als Gesellschafterin beim Hamburger Startup Jetlite ein, einem Startup, das verspricht, mithilfe von intelligenter Beleuchtung in Flugzeugen den Jetlag zu verringern. Über dieses Engagement hat sie nun im Podcast des Magazins Online Marketing Rockstars (OMR) gesprochen.

„Modeln bedeutet immer ins Flugzeug steigen“, sagt sie darin. Zwei- bis dreimal in der Woche sei sie in der Luft. Als Jetlite sie dann kontaktiert habe – angeblich nicht, weil sie Model, sondern „Reise-Profi“ sei – habe sie sofort gedacht: „Ich kann easy eure Spokesperson sein.“ Auf der Jetlite-Webseite ist Garrn sogar als Co-Founderin mit „Product-Development“-Zuständigkeit aufgelistet. Ganz so ins Tagesgeschäft eingebunden wie die Webseite suggeriert ist sie bei dem Unternehmen aber nicht, wie sie im Gespräch mit OMR andeutet.

Vegane Energiebälle bei Startup Nummer zwei

Bei einer anderen Firma steckt die 27-Jährige dem Vernehmen nach tiefer drin. Eine Freundin und Köchin aus New York entwickelt vegane Energy Balls, die Gemüse, aber keine Kokosnuss beinhalteten. Bei diesem Startup sei Garrn (selbst Veganerin) Mitgründerin. Bis zum offiziellen Start müsse aber noch an der Verpackung gearbeitet werden. „Wir haben [öffentlich, Anm. d. Red.] noch nicht darüber gesprochen. Aber ich werde es ab nächstem Jahr pushen“, kündigt sie an.

Wie wird man vom Model zur Gründerin, Sara Nuru?

2009 war sie Heidis Mädchen. Heute macht Sara Nuru ihr eigenes Ding und ist Unternehmerin. Mit Mode hat ihr Startup nichts zu tun.

Wie viel eigenes Geld sie in diese Firma investiert hat, darüber will Garrn nicht sprechen. Sie habe aber dabei geholfen, Investoren dafür zu finden. Sich selber sieht Garrn weniger in der Unternehmer- und Geldgeberrolle: „Ich vertraue auf die Haupt-Founder, die dahinterstehen. Ich bin nicht so Business-driven und war noch nie so Money-driven.“ Um ihre Geldanlage kümmere sich vor allem Anja Garrn, ihre Mutter.

Auch suche sie nicht aktiv nach interessanten Unternehmen: „Es kommen so viele Leute auf mich zu. Ich habe genug um die Ohren und würde mich so freuen, einfach mal nichts machen zu müssen, mehr zu lesen, mich um die Schauspielerei zu kümmern.“ Außerdem hätte sie gerne mehr Zeit für ihre Stiftung Toni Garrn Foundation, mit der sie Frauen in Afrika zu einer besseren Bildung verhelfen will und für die sie regelmäßig Spenden sammelt.

Das rätselhafte Influencer-Leben

Für das Spendensammeln nutze sie gerne Instagram. Ansonsten versuche sie aber, höchstens eine Stunde pro Tag auf der Plattform zu verbringen. 1,5 Millionen Abonnenten folgen ihr dort. Sie habe sich lange dagegen gewehrt, ihr geliebtes Blackberry gegen ein Instagram-fähiges iPhone einzutauschen. Das Netzwerk ist ihr offenbar nach wie vor ein Rätsel, wie sie im Podcast zu verstehen gibt: „Ab und zu bin ich bei den größten Events zwei Tage lang und verliere 5.000 oder 10.000 Follower. Ab und zu poste ich eine Woche lang nichts und kriege 100.000 mehr. Ich verstehe diese ganze Welt immer noch nicht.“

 

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Back in my happy place, hosting another @tonigarrnfoundation girl camp and it’s hotter, sweatier and cuter than ever 🇬🇭

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Bild: Getty Images / Astrid Stawiarz

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