Trends, Innovationen und Digitales aus der Lebensmittelbranche

Takeaway wächst vor allem auf dem deutschen Markt

Der niederländische Mutterkonzern des Essenslieferdienstes Lieferando konnte seine Umsätze im ersten Halbjahr erhöhen. Profitabel ist Takeaway aber noch nicht.

Mehr als 110 Millionen Euro hat Takeaway in der ersten Jahreshälfte umgesetzt, wie der aktuelle Geschäftsbericht zum Halbjahr 2018 zeigt. Das ergibt ein Wachstum von 42 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die Plattform für Essenslieferungen zählte nicht nur ein Drittel mehr Bestellungen als im Vorjahr, sondern konnte ebenfalls seine Provision um rund einen Prozentpunkt auf mehr als elf Prozent steigern. Zudem haben mehr Kunden online bezahlt, was für Takeaway eine zusätzliche Einnahmequelle ausmacht: Das Unternehmen kassiert bei jeder Online-Zahlung eine Gebühr.

Das Ebitda ist weiterhin negativ, es liegt bei minus 6,1 Millionen Euro. Im Vergleich zum Vorjahr ist das allerdings eine Verbesserung um 60 Prozentpunkte: Nach Juni 2017 betrug das Ebitda minus 15,5 Millionen Euro. Ein Kostenfaktor bleiben die hohen Marketingausgaben. Rund 65 Millionen Euro hat das Unternehmen mit Sitz in Amsterdam von Januar bis Juni für Werbung hingeblättert.

Auf dem niederländischen Markt hat der 2000 gegründete Konzern im ersten Halbjahr mehr als 25 Millionen Euro Gewinn vor Abschreibungen, Steuern und Zinsen geschrieben. In Deutschland ist das Geschäft noch nicht profitabel: Das Ebitda der Lieferando-Mutter lag hier bei minus 21 Millionen Euro. Das Umsatzwachstum war in der Bundesrepublik dennoch am stärksten. Mit über 39 Millionen Euro hat Takeaway in Deutschland 45 Prozent mehr umgesetzt als noch in den ersten sechs Monaten des Vorjahres. In Deutschland zählte die Lieferplattform im Mai außerdem erstmals mehr Bestellungen als auf dem Heimatmarkt. Insgesamt hat der niederländische Konzern 41,7 Millionen Bestellungen in elf Ländern abgewickelt. 

Folge NGIN Food auf Facebook!

Nach der Übernahme des bulgarischen Lieferdienstes BGmenu, des rumänischen Startups Oliveira, der Schweizer Lieferplattform Foorarena und des israelischen B2B-Services in der ersten Jahreshälfte plant Takeaway-CEO Jitse Groen weitere Investitionen. Das Unternehmen will in den kommenden zwei bis drei Jahren profitabel sein.

Takeaway-Gründer Jitse Groen: „Ich hatte Hunger, keine Visionen"

Die Lieferdienste Takeaway und Delivery Hero liefern sich einen Marketing-Krieg. Hier erzählt der Takeaway-Gründer, warum der deutsche Markt so schwierig ist.


Bild: Takeaway

Folge NGIN Food auf:

In Kooperation mit
amplifypixel.outbrain