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Stuttgarter Studentinnen bekommen 500.000 Euro für essbaren Eislöffel

Die Startups Spoontainable und Node.energy sind die Preisträger des diesjährigen Awards der Crowdfunding-Plattform Wiwin. Das Unternehmen zeichnet nachhaltige Projekte aus.

Spoontainable hat einen essbaren Eislöffel entwickelt, der aus den Schalen der Kakaofrucht gepresst wird. Das Startup will damit Ressourcen schonen und dem EU-Verbot von Plastikbesteck im Jahr 2021 zuvorkommen. Jährlich wandern nach Berechnungen der Gründerinnen 360 Millionen Eislöffel nach einmaligem Gebrauch in den Müll.

Im ersten Jahr seit der Gründung haben die Studentinnen ihrem Pitchdeck zufolge bereits mehr als 900.000 dieser Löffel verkauft und dabei mehr als 70.000 Euro bei ungefähr gleich hohen Kosten umgesetzt. Wie sie im Pitch sagten, wollen sie nun die Internationalisierung angehen.

Eine Delikatesse ist der „Spoonie“ genannte Löffel aus pflanzlichen Fasern nicht. Auch an der Stabilität und Haltbarkeit müssen die Gründerinnen noch arbeiten. Und die Produktionskosten sind mit fünf bis acht Cent noch deutlich höher als die eines Plastiklöffels (ein Cent). Immerhin: Wer ihn nicht isst, sondern wegwirft, erzeugt nur kompostierbaren Müll.

Der Energiewende-Vorkämpfer und Wiwin-Gründer Matthias Willenbacher wird nach eigenen Angaben die ersten 100.000 Euro des Investments in Spoontainable beisteuern. Für die übrigen 400.000 Euro ist dann die Crowd gefragt: Ab 500 Euro können Anleger in das Startup investieren.

Zweiter Platz für Node.energy

Neben Spoontainable hat es auch Node.energy auf das Siegertreppchen geschafft. Das Startup aus Frankfurt erhält als Zweitplatzierter ein Crowdinvesting in Höhe von 200.000 Euro. Damit würdigte die Jury die Geschäftsidee der Gründer, durch die die Planung und das Management von dezentralen Energiekonzepten dank einer Software-as-a Service-Lösung vereinfacht wird.

Das Angebot hilft Unternehmen, auf Solarenergie, Elektromobilität und Batteriespeicher umzusteigen. Außerdem automatisiert es die Verwaltungsaufgaben und behördlichen Pflichten. Das Startup rechnet damit, dass sich der Aufwand für Planung und Realisierung dezentraler Energiekonzepte in den nächsten fünf Jahren verdreifacht.

Mit seinem zweiten Projekt „Internode“ will Node.energy einen Marktplatz für überschüssige Energie aus dezentralen Anlagen entwickeln. Die „Prosumer“ (Produzenten und Konsumenten) sollen innerhalb dieses Peer-to-Peer-Netzwerks in die Lage versetzt werden, mit Strom zu handeln.

Bild: Wiwin

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