Trends, Innovationen und Digitales aus der Lebensmittelbranche

Dieses Startup sammelte vor dem Launch 1,8 Millionen Euro ein

Schon in der Beta-Phase investierten Business Angels die Millionensumme in Smoothr. Das System soll Kellnern Arbeit abnehmen und Bestellungen beschleunigen.

In der Mittagspause können Wartezeiten im Restaurant zur Nervenprobe werden. Die Macher der App Smoothr wollen dem entgehen. Über die App können Gäste durch die Speisekarte von Restaurants, Bars und bald auch Hotels scrollen, direkt ihre Bestellungen aufgeben und ihr Essen bezahlen, ohne dafür auf den Kellner warten zu müssen.

Ihre App haben die Gründer Sead Berisha, Hami Delireisoglu und Samir Al-Issa Mitte April gelauncht. Bei den Investoren stieß das Produkt schon vorher auf Interesse: In der Beta-Phase wurde das Berliner Startup nach eigenen Angaben bereits mit insgesamt 1,8 Millionen Euro finanziert. Ein Business Angel sowie ein Hamburger Family Office haben im vergangenen Jahr Geld in das Unternehmen gesteckt.

Auf einer Karte zeigt Smoothr an, welche Partner den Service in der Umgebung nutzen. Sobald die Kunden am Tisch oder in ihrem Hotelzimmer sind, müssen sie einen QR-Code einscannen, der sich laut CEO Al-Issa beispielsweise auf einem kleinen Holzwürfel befinden kann. Anhand des Codes erkennt die App das Restaurant und zeigt die komplette Speisekarte, aus der die Nutzer ihr Menü wählen können. Die Bestellungen kommen dann direkt im Kassensystem des Partners an oder landen auf der Tresen-App von Smoothr, die das Startup Restaurants zur Verfügung stellt.

Den Kellner will Smoothr nicht ersetzen, so Mitgründer Al-Issa. Der Vorteil für das Servicepersonal sei, dass es weniger Zeit für den Bestellablauf benötige, um so mehr Gäste bedienen zu können. Obendrein habe es einen besseren Überblick über Kunden, die in verwinkelten Ecken und im Außenbereich sitzen.

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Smoothr verdient anteilig an jeder Bestellung, die über die App getätigt wird. Zusätzlich zahlen die teilnehmenden Restaurants noch eine Nutzungsgebühr. Wie hoch diese Beträge sind, will CEO Al-Issa nicht sagen. Künftig will das Startup eine Filterfunktion für die Speisekarten integrieren, sodass beispielsweise Allergiker oder Veganer nur die für sie relevanten Menüs sehen können. Ein 15-köpfiges Team arbeitet derzeit an dem Produkt. Mehr als 50 Partner nutzen das Tool nach Unternehmensangaben in Hamburg und Bremen. Ein Rollout in weitere deutsche Städte sei ebenfalls geplant. Gegründet hat sich Sterlix, das Unternehmen hinter der App, 2016.

Bild: Smoothr

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