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Dieses Startup behauptet, es habe Pizza auf Tic-Tac-Größe geschrumpft

Smicies will den herzhaften, kalorienarmen Snack für zwischendurch erfunden haben. Dafür erhält das Startup seit Neuestem Unterstützung des ProSiebenSat1-Accelerators.

Wie so viele Startups entstand auch das Leipziger Unternehmen Smicies aus einer persönlichen Notlage. Mitgründer und Geschäftsführer Immanuel Rebarczyk schildert sie so: „Ich stand immer vor dem Problem: Wie kann ich meinen Heißhunger stillen, ohne etwas Großes zu essen?“ Chips und sonstige herzhafte Snacks waren ihm zu ungesund, auf Süßes hatte er keine Lust.

„Ich habe dann immer meinen Finger in ein Glas Gemüsebrühe gesteckt und festgestellt, dass ich damit tatsächlich ein Sättigungsgefühl bekam.“ Seine Schlussfolgerung: Für den herzhaften Appetit funktioniert der kleine Snack zwischendurch genauso gut wie für Süßigkeiten.

Da Gemüsebrühe aber keine Dauerlösung sein konnte, machte Rebarczyk sich daran, andere Lösungen zu finden. Damit war die Idee zu Smicies geboren. Heute stellt das Startup Snacks in den Geschmacksrichtungen „Italian Pizza“, „Cheese Gratin“ und „Bacon Pita“ her. Es sind kleine Tabletten-große Kügelchen, ähnlich wie Tic-Tacs, nur eben herzhaft. „Wir haben die Pizza geschrumpft“, verspricht Smicies auf seiner Internetseite in großen Lettern. Außerdem soll der Snack auch noch kalorienarm und zwei der drei Sorte vegan sein. 

Damit könnte das Startup eine Marktlücke getroffen haben. Denn tatsächlich sind im Kassenbereich unter den sogenannten Quengelartikeln fast ausschließlich Süßigkeiten zu finden. Und Studien von Statista zeigen, dass das prognostizierte Umsatzwachstum herzhafter Snacks fast ausschließlich auf einen Anstieg im Bereich von Nüssen zurückzuführen ist. Ein Zeichen, dass Verbraucher auch bei den Knabbereien zunehmend auf Gesundheit achten. Auch zahlreiche andere Startups versuchen sich derzeit, mit gesunden Snacks für zwischendurch zu etablieren. 

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Die ersten Tests für ihr Produkt führten Rebarczyk und seine Co-Gründerin Carola Stock im Frühjahr 2017 mit einem befreundeten Lebensmitteltechniker durch und brachten Smicies im Herbst auf den Markt. „Die größte Herausforderung und unser Anspruch bei der Entwicklung von Smicies war es, keine Zuckerbasis zu verwenden so wie es bei allen Produkten in der Größe der Fall ist die es derzeit am Markt gibt“, erklärt Rebarczyk. „Wir setzen stattdessen auf Weizenfaser, ein neues Produkt im Lebensmittelbereich, Kokosöl, Inulin und Erbsenproteine.“ Die genaue Herstellung müsse aber ein Geheimnis bleiben, betont Rebarczyk. Er bezeichnet Smicies aber als „ein echtes Hightech-Produkt.“

So sieht die Freude aus, sein eigenes Produkt bei Edeka im Regal zu sehen: Immanuel Rebarczyk und Carola Stock.

So sieht die Freude aus, sein eigenes Produkt bei Edeka im Regal zu sehen: Immanuel Rebarczyk und Carola Stock.

Heute produziert das Startup seine Snacks bei einem Lebensmittelhersteller in Bayern und hat dort nach eigenen Angaben auch die Möglichkeit die Produktion deutlich zu steigern. Das Kernteam umfasst drei Personen, dazu kommen noch Werkstudenten und frei engagierte Mitarbeiter. Aktuell ist Smicies im Internet und bestimmten Filialen im Einzelhandel erhältlich. „Wir befinden uns aktuell aber in Listungsgesprächen mit Supermärkten, Tankstellen und Kiosken“, erklärt Rebarczyk. „Unser Ziel ist, dass Smicies das Synonym für den herzhaften Snack in Mini wird.“

Dabei könnte helfen, dass die Gründer seit April dieses Jahres einen prominenten Partner haben. „Wir sind nur mit Eigenkapital gestartet und zunächst gebootstrapped“, berichtet Rebarczyk. „Seit April sind wir allerdings im Accelerator von ProSiebenSat.1 und werden hier unterstützt.“ Schon bald soll die Produktpalette erweitert werden. Zur Debatte stünden aktuell zwei Geschmacksrichtungen, sagt Rebarczyk: Burger und Currywurst.

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Bilder: Smicies

 

 

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