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Schweizer Liefer-Startup Farmy bekommt Millionen für E-Flotte

In seinem Onlineshop bietet Farmy Produkte von regionalen Herstellern an. Um seine Lieferflotte auf E-Fahrzeuge umzustellen, hat das Startup Millionen erhalten.

Das Schweizer Startup Farmy setzt fortan auf E-Mobilität. In großen Teilen der Städte Zürich, Lausanne und Genf fahren seit Anfang April E-Autos die Lebensmittel aus. Dafür haben die Gründer Roman Hartmann und Tobias Schubert ein Darlehen von rund 2,5 Millionen Euro vom Technologiefonds erhalten. In einer letzten Runde im Sommer 2017 sammelte Farmy bereits 4,2 Millionen Euro ein. Insgesamt 8,4 Millionen Euro hat Farmy nach eigenen Angaben eingenommen. 

Über den Onlineshop können Kunden über 8.000 frische Produkte ausschließlich von regionalen Händlern bestellen. Farmy holt die Lebensmittel vom Hofladen oder den Wochenmärkten ab und liefert die Artikel schon am nächsten Tag aus – je nach Gebiet kostenlos und zwischen 9 und 21 Uhr. Der Mindestbestellwert liegt bei umgerechnet rund 42 Euro.

Über die App werden Kunden über das genaue Zeitfenster der Lieferung informiert. Neu ist, dass Kunden den Kurier auf einer Karte verfolgen können, um ihn gegebenenfalls zu kontaktieren. Falls der Kunde nicht zuhause ist, stellt Farmy die Lebensmittel in speziellen Kühltaschen auch vor der Haustür ab. Auf Wunsch können Kunden ihre Bestellungen ebenfalls zu Abholpunkten liefern lassen und mitnehmen. 

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Mehr als 25.000 Kunden in der gesamten Schweiz und in Liechtenstein hat Farmy seit der Gründung im Juni 2014 bedient, so das junge Unternehmen. Derzeit arbeiten 75 Mitarbeiter für den Onlineshop. Seinen Umsatz konnte das Startup 2017 im Vergleich zum Vorjahr fast verdoppeln. Wie hoch der Erlös war, wollten die Gründer jedoch nicht verraten. Allerdings erwirtschaftete das Schweizer Unternehmen allein im Mai 2017 nach eigenen Angaben rund 400.000 Euro.

Im August des vergangenen Jahres macht Farmy mit einer viralen Video-Kampagne auf sich aufmerksam und konterte damit gegen Aldi. Auf die Discounter-Werbung „Ich bin ein Aldi-Kind“ reagierte Farmy mit eigenen, provokativen Clips.

Das Video-Battle zwischen einem Schweizer Startup und Aldi

Normalweise ist es nicht leicht für ein junges Unternehmen, die Aufmerksamkeit eines Branchenriesen zu bekommen. Das Startup Farmy hat es trotzdem geschafft.


Bild: Farmy

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