Trends, Innovationen und Digitales aus der Lebensmittelbranche

Rohes Wasser, Nestlé, Takeaway – das sind die Food-News der Woche

Die Startup-Einkaufstour von Nestlé, ein gefährlicher Trend in den USA und die Frage, wie und wann Takeaway schwarze Zahlen schreiben will.

Lieber NGIN-Food-Leser,

wir beschäftigen uns täglich mit neuen Trends der Lebensmittelbranche, mit der Digitalisierung der Food-Industrie, mit jungen Unternehmen. Bis diese Themen für multinationale Großkonzerne interessant werden, dauert es mitunter einige Zeit. Nestlé allerdings scheint die Bedeutung von jungen, hippen Food-Startups erkannt zu haben. In seinem ersten Jahr als CEO startete Mark Schneider einen beispiellosen Einkaufszug durch die Startup-Szene in den USA. Unsere Redakteurin Lisa hat analysiert, wie Nestlé für Hipster attraktiv werden will.


Worüber wir sonst noch berichtet haben? Hier die wichtigsten Geschichten der Woche im Überblick:

Gefährlicher Trend aus den USA: In den Staaten hat der Gesundheitswahn eine neue Stufe erreicht. Der neueste Hype ist „Raw Water“. Die Idee dahinter ist denkbar simpel: Startups füllen unfiltriertes Quell- und Regenwasser („Rohes Wasser“) ab und bieten es teuer an. Das kann sehr gesundheitsschädlich sein. Warum, liest Du hier.

Der Supermarkt, der zum Kunden kommt: In Las Vegas läuft noch bis Freitag die CES, die weltgrößte Fachmesse für Unterhaltungselektronik. In diesem Jahr ist auch etwas für den Food-Markt dabei: der Robomart. Dieses autonom fahrende Gefährt ist ein mobiler, kleiner Supermarkt, den Kunden per App zu sich kommen lassen können. Ersetzt der Robomart schon bald unsere Spätis?

Warum so zahm in Deutschland, liebe Discounter? Hierzulande schielt der Lebensmittel-Einzelhandel ängstlich auf Amazons Food-Pläne. Dabei machen Lidl und Aldi in den USA vor, wie es anders geht. In den Staaten treiben deutsche Discounter den etablierten Einzelhandel vor sich her. Unser Redakteur Thorsten kommentiert in diesem Artikel, dass es für die Discounter in Deutschland eine elegante Flucht nach vorne gäbe.

Der Gründer des Lieferdienstes Takeaway im InterviewTakeaway liefert sich seit Jahren einen Marketing-Krieg mit Delivery Hero. Allein 2017 gab die Lieferando-Mutter in Deutschland über 50 Millionen Euro dafür aus. In dieser Woche veröffentlichte Takeaway die Zahlen für das vergangene Jahr. Gründer Jitse Groen erklärte uns im Interview, wann er sein Unternehmen profitabel machen will und wie es überhaupt zur Gründung von Takeaway kam.

Was Du sonst noch wissen solltest: Die Food-Branche läuft sich für die Grüne Woche warm. Am 19. Januar startet die größte Ernährungs- und Landwirtschaftsmesse in Berlin. Anfang des Jahres erschien der Ernährungsreport des Bundeslandwirtschaftsministeriums, in dieser Woche nun der Fleischatlas der Heinrich-Böll-Stiftung und des BUND. Darin zeigen sie Folgen des Fleischkonsums auf und beschreiben Alternativen – vor allem Insektenzucht, In-Vitro-Fleisch und bewusster Konsum durch neue Online-Services werden hervorgehoben.

Lesetipp: Als AirBerlin im vergangenen Jahr pleite ging, wurde der Schokoladenhersteller Lindt anscheinend auf dem falschen Fuß erwischt. Denn – wie sich über drei Monate nach dem letzten Flug zeigt – es lagern noch immer 2,4 Tonnen der berühmten AirBerlin-Schokoherzen bei Lindt. Die letzte Fuhre hatte die Fluggesellschaft nicht mehr bezahlen können. Für Lindt ist das trotzdem ein lohnendes Geschäft, wie ihr bei der Berliner Morgenpost nachlesen könnt.

Das war’s für diese Woche – kommenden Donnerstag liest Du wieder von uns!

PS: Möchtest Du uns Feedback geben oder spannende Food-Unternehmen vorschlagen? Schreib uns an redaktion@ngin-food.com.

Bild: Getty Images / Westend61 

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