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Deal geplatzt – kein Millionen-Investment für Rezemo

Gleich drei DHDL-Löwen wollten beim Startup von Julian Reitze und Stefan Zender einsteigen. Doch nach der Aufzeichnung wurden sich beide Seiten nicht einig.

Kompostierbare Kaffeekapseln aus Holz und Bio-Kunststoff. Mit dieser Idee schafften es Julian Reitze und Stefan Zender, die Aufmerksamkeit gleich dreier Juroren in der Höhle der Löwen auf sich zu ziehen. Statt nur 500.000 Euro, die die beiden Gründer für zehn Prozent der Anteile an ihrem Unternehmen Rezemo angeboten hatten, boten Dagmar Wöhrl, Ralf Dümmel und Carsten Maschmeyer gleich eine Million. Aber auch für doppelt so viele Anteile.

Nach der Show beginnt die eigentliche Arbeit, das betonen die Löwen – und auch die Gründer – gerne immer wieder. Im Verlauf der ausführlichen Gespräche zwischen Reitze, Zender und den drei Löwen habe sich dabei herauskristallisiert, dass es in der Frage um die zukünftige strategische Ausrichtung von Rezemo unterschiedliche Auffassungen gibt, heißt es nun von beiden Seiten.

So ist letztlich doch keine Beteiligung der drei Investoren zustande gekommen. Dennoch hätten die Löwen Rezemo Unterstützung mit ihrem Know-how und ihrem Netzwerk zugesagt, heißt es in einer Mitteilung. 

Rezemo: Was hinter den Kaffeekapseln aus Holz steckt

Julian Reitze und Stefan Zender wollen den Komfort von Kapselkaffee und Umweltverträglichkeit miteinander vereinbaren. Ob das gelingen kann?

Nicht übereingekommen sind die Gründer und die Juroren unter anderem wohl wegen der Pläne des jungen Teams, sich nicht allein auf Kaffee zu fokussieren. Während der TV-Show hatten sich Reitze und Zender auf diesen Aspekt ihres Geschäfts konzentriert. In Zukunft wollen sie Rezemo aber als Verpackungshersteller positionieren, dessen Produkte sich auch an andere Kaffeeröster und Lebensmittelhersteller richten, erklärt Mitgründer Reitze gegenüber Gründerszene. 

Über die weiteren Hintergründe schweigen sich die Beteiligten aus. Rezemo hatte Ende 2017 einige Business Angels an Bord geholt, die als Gesellschafter mit in die Verhandlungen gingen und weiterhin an Bord bleiben.

Bild: © Unitymedia

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