Trends, Innovationen und Digitales aus der Lebensmittelbranche

Rewe, Instacart, McDonalds – das sind die Food-News der Woche

Wie werden wir in Zukunft einkaufen? Das fragte sich unser Chefredakteur in dieser Woche.

Rewe sammelt eine Milliarde Euro ein, Instacart steht trotz einer neuen Finanzierungsrunde vor Problemen, und McDonalds will auf den Smartphones der Kunden präsenter werden.

Lieber NGIN-Food-Leser,

es war vor allem ein Thema, das die Lebensmittelbranche in den vergangenen sieben Tagen beschäftigt hat: Der Streit zwischen den Agecore-Märkten und Nestlé. Heute teilte der Schweizer Konzern mit, auf eine einvernehmliche Lösung zu hoffen. Unser Redakteur Thorsten hat da noch eine ganz andere Idee. „Liebe Edeka-Händler“, schreibt er in seinem Kommentar. „Ersetzt die Nestlé-Marken doch durch Food-Startups!“


Worüber wir sonst noch berichtet haben? Hier die wichtigsten Geschichten der Woche im Überblick:

Eine Milliarde Euro für Rewes Digitalisierung: Nicht nur Startups sind auf der Suche nach Investoren, auch große Konzerne brauchen manchmal externes Geld. Und so hat Rewe nun über die Ausgabe von Schuldscheinen eine Milliarde Euro eingesammelt. Das Geld kommt von insgesamt 250 Investoren. Was die Supermarktkette mit dieser gewaltigen Summe vorhat, kannst du hier nachlesen.

Was ist los bei Instacart? Der Lieferdienst Instacart gilt als eines der vielversprechendsten Unternehmen der USA. Das Startup arbeitet mit den größten Lebensmittelketten der Vereinigten Staaten zusammen, Anfang Februar sammelte es 200 Millionen US-Dollar ein. Aktuell wird Instacart mit 4,2 Milliarden US-Dollar bewertet. Doch es grassieren Meldungen, Mitarbeiter bekämen nur Hungerlöhne. Und Amazons Pläne mit Whole Foods sorgen für Unruhe. Wir haben analysiert, wie es um Instacart steht.

McDonalds entert das Smartphone: Der Digital Director von McDonalds Deutschland, Nicolas von Sobbe, erklärte in dieser Woche im Interview mit NGIN Food, wie er den Fast-Food-Riesen in die Zukunft führen will. Der neueste Schritt auf diesem Weg sei die neue App, über die Kunden bestellen, bezahlen und bald auch Lieferungen ordern können. Was von Sobbe über Gesichtserkennung und Küchenroboter denkt, könnt ihr hier lesen.

Kann jemand bitte das Einkaufen neu erfinden? Unser Chefredakteur Frank Schmiechen ging in dieser Woche einer grundsätzlichen Frage nach: Ist das Einkaufen, wie wir es kennen, noch zeitgemäß? Er träumt von  einer künstlichen Intelligenz, die in Zukunft sicherstellen kann, dass die Dinge, die ich brauche, einfach in der Wohnung vorrätig sind. Könnte das irgendein Startup bitte umgehend erfinden?

Dr. Oetker investiert in Torten-Startup: Der Trend zur Individualisierung hat auch vor dem Konditorei-Handwerk nicht Halt gemacht. DeineTorte.de zum Beispiel produziert und versendet Torten, auf die individuelle Fotos der Kunden gedruckt sind. Nun hat Dr. Oetker in diesem Geschäft Potential entdeckt und 49 Prozent der Unternehmensanteile gekauft.

Was Du sonst noch wissen solltest: Der Discounter Lidl macht in seiner Digitalstrategie einen weiteren Schritt zurück. Das digitale Entertainment-Angebot „Lidl You“ wird eingestellt. Ende März geht die in Kooperation mit Deezer und Maxdome angebotene Musik- und Video-Streamingplattform offline. Lidl hatte mit diesem Angebot explizit die jüngere Zielgruppe ansprechen wollen.

Lesetipp: Clean Eating ist derzeit ein gefragter Food-Trend. Es geht darum, nur das zu sich zu nehmen, was dem Körper gut tut. Damit wird Essen zur Nahrungsaufnahme degradiert, der Faktor Genuss wird völlig vernachlässigt, klagt Marten Rolff in der Süddeutschen Zeitung. Unter dem Titel „Die Besser-Esser“ beschreibt er, wie der Mensch dabei ist, „an seiner Ernährung irre zu werden“.

 

Das war’s für diese Woche – am kommenden Donnerstag liest Du wieder von uns!

PS: Möchtest Du uns Feedback geben oder spannende Food-Unternehmen vorschlagen? Schreib' uns an redaktion@ngin-food.com.

Bild: Getty Images / Roy JAMES Shakespeare 

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