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Was Careerfoundry-Gründerin Raffaela Rein mit ihrem neuen Startup vorhat

Mit Careerfoundry feierte Raffaela Rein in den vergangenen Jahren Erfolge. Nachdem sie ihr Startup verlassen hat, will sie nun mehrere kleinere Projekte starten.

Ein Jahr ist es nun her, dass sich Raffaela Rein von ihrem Startup Careerfoundry verabschiedete. Mit der Tech-Weiterbildungsplattform hatte sie nicht nur sich einen Namen gemacht, sondern auch eine für die deutsche Startup-Szene wichtige Erfolgsgeschichte geschrieben.

Seit der Gründung im Jahr 2013 hatte hat Careerfoundry rund fünf Millionen Euro von Geldgebern eingesammelt. Mittlerweile ist das Unternehmen mit seinen 55 Mitarbeitern profitabel. „Careerfoundry ist stabil aufgestellt“, sagte Mitgründerin Rein im Frühjahr. „Deswegen war es ein guter Zeitpunkt für mich rauszugehen.“

Seitdem habe sie viel getan, sei „vogelfrei“ gewesen, zum Beispiel, um zu reisen. „Vielleicht zu viel“, sagt sie heute. In Indien war sie länger unterwegs, in Spanien, auch in Italien und Griechenland. Das habe sie auf viele neue Ideen gebracht, so Rein im Gespräch mit Gründerszene.

Und sie hat eine neue Firma gegründet, mit dem sie viele dieser Ideen umsetzen will. Wild Wild Ventures heißt das Unternehmen, und das erste Projekt hat sie bereits umgesetzt: Vitalute. „Wir wollen die Marke im Heilmittelbereich aufbauen“, sagt Rein. Zwar zeigt sie sich bewusst, dass in diesem Bereich bereits viele Anbieter existieren. Doch sei der Markt so fragmentiert, dass noch keine echte Markenbindung existiere.

Bislang hat Vitalute nur ein Produkt im Angebot – einen Ingwer-Shot – nun kommt ein zweites dazu: ein natürliches Mittel, das gegen Kopfschmerzen helfen soll. Auch das Team ist noch sehr klein, außer Rein sind es nur Mitgründer James Smith und eine festangstellte Mitarbeiterin. Deswegen arbeite das Startup viel mit Freelancern und Agenturen zusammen. Das würde sie auch anderen Startups empfehlen, sagt Rein. Sie sei heute ein großer Fan von Lean Startup. „So kann man erst mal herausfinden, wie viel man in jeden Bereich investieren möchte“, so die Gründerin.

Nicht einmal einen eigenen Shop betreibt Vitalute, nur ein kleines Lager in Berlin. Alles wird über Amazon verkauft, auch beim Marketing und Versand nutzt Vitalute die Dienstleistungen der US-Konzerns. Das solle auch erst einmal so bleiben, sagt Rein.

Welche weiteren Ideen die Berlinerin als nächstes umsetzen will, verrät sie noch nicht. Nur so viel: Statt an einem großen Projekt zu arbeiten, möchte sie erst einmal viele kleinere Ideen ausprobieren. Ihre wildesten, sagt sie, daher auch der Name der Firma. Irgendwann komme vielleicht auch wieder ein größeres Venture, sagt Rein. „Jetzt macht es mir aber erst einmal Spaß, etwas im kleinen Team aufzubauen.“

Bild: Raffaela Rein

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