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Zukunft ohne Löwen: DHDL-Gründer kauft sein Startup aus der Insolvenz

Die Beteiligung von Judith Williams und Georg Kofler hatte Insolvenz anmelden müssen. Nun vertreibt der Gründer seinen Popcorn-Kochtopf als Einzelunternehmer weiter.

Im Juli 2018 hatte die Nürnberger Firma Popcornloop Insolvenz anmelden müssen. Wie jetzt bekannt wurde, hat Gründer Murat Akbulut den Geschäftsbetrieb jedoch bereits Anfang November wieder aufgenommen. Er habe Assets aus der insolventen GmbH herausgekauft und betreibe den Vertrieb seines Popcorn-Kochtopfs nun als Einzelunternehmer weiter, so Akbulut auf Nachfrage von Gründerszene. Das Geld dafür habe er sich von Verwandten geliehen. 

Im Frühjahr 2019 wolle er eine neue GmbH anmelden, so Akbulut. Zunächst aber gelte seine Konzentration dem Weihnachtsgeschäft. Der Vertrieb seines Popcornloops laufe derzeit „sehr gut“, Verkaufszahlen nennt der Gründer allerdings nicht. Derzeit ist das Produkt bei Ebay, Amazon und dem Großhändler MK-Tronic erhältlich. Außerdem sei man in Gesprächen mit Westwing und dem Teleshopping-Sender QVC. 

Der Popcornloop-Gründer erlangte 2015 durch seinen Auftritt in der TV-Show „Die Höhle der Löwen“ Bekanntheit. Damals investierten Judith Williams und Vural Öger 80.000 Euro in die Firma. Ein Jahr später stieg der Unternehmer wieder aus, Williams holte dafür Georg Kofler an Bord. Zusammen hielten sie vor der Insolvenz 80,5 Prozent der Anteile an Popcornloop.

Warum das DHDL-Startup Popcornloop Insolvenz anmelden musste

Drei Jahre nach dem Auftritt in der Vox-Show steht die Popcorn-Firma vor dem Aus. Der größte Vertriebskanal brach weg, ein neuer Geschäftsführer half auch nicht mehr.

Ab 2017 kriselte es bei der Firma: Die Verkaufszahlen sanken, ein neuer, durch Georg Kofler bereitgestellter Geschäftsführer half auch nicht mehr. Das Startup musste Insolvenz anmelden. Weil Kofler und Williams kein Geld nachschießen wollten, suchte Insolvenzverwalterin Elske Fehl-Weileder nach neuen Geldgebern. Man habe zwar mit 40 Interessenten gesprochen, aber keine Investoren gefunden, heißt es in einer öffentlichen Mitteilung der Kanzlei.    

Bild: Popcornloop

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