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Für ihre Kokoschips pitcht eine thailändische Gründerin um Löwengeld

Geröstete Streifen aus Kokosfleisch sollen die DHDL-Investoren aus der Reserve locken. Dabei gibt es das Produkt in ähnlicher Form schon in vielen Supermärkten.

Eine bahnbrechende Erfindung sind Kokoschips nicht gerade. Die gerösteten Streifen aus dem Fleisch der Kokosnuss gibt es längst in nahezu jedem Supermarkt. Dort liegen sie zum Beispiel im Regal neben getrockneten Mangos und Ingwerstücken. Dennoch versucht eine Gründerin mit einer leicht abgewandelten Kokoschips-Variante ihr Glück in „Die Höhle der Löwen“.

Der Unterschied zur durchschnittlichen Ware aus dem Supermarkt: Es gibt die Pook-Chips auch in den Geschmacksrichtungen Mango und Kakao. Eine dritte Version enthält nur Zucker und Meersalz. Pook verkauft seine Kokosstreifen in Tüten zu je 40 Gramm für derzeit knapp zwei Euro.

Mehr Zucker als in handelsüblichen Kokoschips

Ein Blick auf die Nähwerte zeigt, dass sich Pook nicht nur geschmacklich von anderen Kokoschips unterscheidet: Pro 100 Gramm stecken bis zu 42 Gramm Zucker darin. Zum Vergleich: Ohne weitere Zusätze kommen handelsübliche Kokoschips gerade einmal auf etwa fünf bis acht Gramm. 

Geerntet und verarbeitet werden die Kokosnüsse in Thailand, dem Geburtsland von Pook-Gründerin Kanokporn Holtsch. Verkauft werden sie im eigenen Onlineshop und über Amazon. Nach Angaben des Startups ist Pook außerdem bei Edeka und Rewe zu haben. Im Ausland gibt es die Chips in Island, Belgien, der Schweiz, Rumänien und Portugal.

Holtsch arbeitete vor der Gründung als Online-Marketing-Managerin für den thailändischen Markt bei Foodpanda. Bei DHDL bietet sie den Löwen zehn Prozent ihres Unternehmens. 200.000 Euro braucht sie – für neue Produkte und mehr Personal.

Bild: MG RTL D / Bernd-Michael Maurer

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