Trends, Innovationen und Digitales aus der Lebensmittelbranche

Picnic wächst und plant 250-Millionen-Umsatz

Vor drei Jahren ging der Lieferdienst aus den Niederlanden an den Start, im März auch in Deutschland. Einige Kennzahlen zum Wachstum.

Joris Beckers, Mitgründer von Picnic, bezeichnet seinen Lieferservice gern als Milchmann 2.0. Das Unternehmen aus den Niederlanden bietet in seinem Online-Supermarkt nicht nur Produkte aus den umliegenden Discounter-Ketten an, sondern Backwaren, Obst und Fleisch von benachbarten Hofläden und Händlern.

Vor fünf Jahren kam den Niederländern Becker, Frederik Nieuwenhuys, Gerard Scheij und Michiel Muller die Idee zum digitalen Lebensmittelladen. Im September 2015 gründeten sie Picnic, im vergangenen Jahr steckten der niederländische Wagniskapitalgeber NPM Capital, De Hoge Dennen, Hoyberg und Finci 100 Millionen Euro in das Startup. Im März dieses Jahres hat der Lieferdienst sein erstes Gebiet außerhalb der Niederlande erschlossen: rund um die nordrhein-westfälische Stadt Neuss. 

Fast drei Jahre nach der Gründung hat Joris Beckers heute auf der Heureka Conference einige Kennzahlen bekannt gegeben.

60 Städte

Zu Beginn hat der Online-Supermarkt nur in einer Stadt in den Niederlanden Lebensmittel ausgeliefert: Amersfoort. Mittlerweile erreicht Picnic 60 Liefergebiete, darunter eine Region in Deutschland.

105 Wochen

In den ersten zwei Jahren nach der Gründung hat sich etwa die Hälfte der Haushalte, in denen das Startup seinen Dienst anbietet, für den Dienst registriert, erzählt Becker auf der Heureka Conference. Vor einem halben Jahr erzählte Muller, dass 80.000 Menschen die App heruntergeladen hätten.

800 Wagen

Picnic hat für die Lieferung eigene E-Autos entworfen, die schmaler als herkömmliche Transporter sind. Im September 2015 waren noch zehn Wagen unterwegs, die die Lebensmittel zu den Haushalten fuhren. Heute zählt die E-Flotte etwa 800 Fahrzeuge.

In den Niederlanden soll E-Food den Massenmarkt erobern

100 Millionen Euro hat der Lebensmittel-Lieferdienst Picnic bekommen, um das ganze Land zu erschließen. Im Interview verrät der Gründer, wie das funktionieren soll.

2.000 Mitarbeiter

Picnic nutzt keinen Logistikpartner, sondern hat eigene Fahrer eingestellt, die die Bestellungen vor die Haustür bringen. Das vierköpfige Gründerteam startete im Herbst 2015 mit einem Team aus 40 Mitarbeitern, die in den Lagerhallen sowie im Büro arbeiten und in den Autos unterwegs sind. Knapp drei Jahre später beschäftigt Picnic rund 2.000 Angestellte.

250 Millionen Euro Umsatz

Der Umsatz ist in den drei Jahren nach der Gründung rapide gestiegen. „Wir wachsen in jeder Woche um fünf Prozent“, sagte Mitgründer Muller Ende 2017 im Interview mit Gründerszene und NGIN Food. Im vergangenen Jahr plante das Startup, etwa 100 Millionen Euro einzunehmen. 2018 will Picnic 250 Millionen Euro umsetzen, so Beckers auf der Konferenz.

Bild: Chris Marxen / headshots-berlin.de

Folge NGIN Food auf:

In Kooperation mit
amplifypixel.outbrain