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Bei dieser Vorbestell-App beteiligte sich die Deutsche Bahn noch vor dem Start

Über Pickpack können Nutzer ihren Lunch oder einen Kaffee bei einem Partnerrestaurant kaufen und müssen die Bestellung nur noch abholen. Ohne Anstehen.

Noch bevor Pickpack an den Start gegangen ist, hat sich eine Beteiligungsfirma der Deutschen Bahn mit rund 25 Prozent in das Berliner Startup eingekauft. Über die App können Nutzer Gerichte bei teilnehmenden Restaurants, Cafés und Bäcker vorbestellen und zum vereinbarten Zeitpunkt abholen. 

Gründer Tobias Nentwig testete 2017 bereits eine „Click & Collect“-App für Bäckereien in München. Dann kam die Deutsche Bahn auf ihn zu und gemeinsam mit Julian Stützer und dem Konzern gründete Nentwig im vergangenen Jahr Pickpack. Über die Beteiligungssumme wird Stillschweigen bewahrt. Stützer arbeitete zuvor unter anderem als Managing Director für Foodora und die Essensretter-App Too Good To Go.

Seit einem Jahr ist die App verfügbar, bislang allerdings nur in Berlin. Demnächst will das Startup nach Hamburg expandieren – vor allem mithilfe der Ketten, die schon in Berlin mit der App kooperieren. Mehr als 500 Leute nutzten den Abholservice täglich, so Mitgründer Stützer im Gespräch mit Gründerszene und NGIN Food. Rund 100 Lokale zählt Pickpack derzeit, Ende des Jahres sollen es bis zu 300 sein. Von den Partnern erhält das junge Unternehmen eine Vermittlungsprovision pro Bestellung. Außerdem verlangt Pickpack von seinen Kunden eine Servicepauschale von maximal 35 Cent. Wie viel das 20-köpfige Team damit umsetzt, will Stützer nicht sagen.

Die Nutzer zahlen ihr Essen direkt über die App, sodass sie beim Restaurant oder Bäcker nur noch ihre Bestellnummer nennen müssen und das Gericht direkt mitnehmen können. Ein Blick in die App zeigt: Ein belegtes Brötchen mit Kaffee können Kunden meist schon acht Minuten vor der Ankunft kaufen, für ein Mittagessen benötigen Restaurants auch mal bis zu einer Stunde Vorlauf. Die Deutsche Bahn will den Service vor allem an Bahnhöfen einsetzen, um dort Warteschlangen bei Gastropartnern zu vermeiden.

Die beiden Gründer Julian Stützer (l.) und Tobias Nentwig

Bilder: Pickpack

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