Trends, Innovationen und Digitales aus der Lebensmittelbranche

„Zum Glück machen wir ein Saisongeschäft“

Das Berliner Startup Paletas verkauft handgemachtes Eis am Stiel. Jedes Jahr erreicht die Produktion ihr Limit und muss erneut vergrößert werden.

Für junge Unternehmen sind saisonale Produkte wie Lebkuchen oder Eis eine Herausforderung. Die Gründer müssen in den Spitzenmonaten genügend Umsatz erwirtschaften, um damit die restliche Zeit des Jahres auszugleichen, in der die Nachfrage gering ist. Das Berliner Eis-Startup Paletas ist hingegen froh, im Winter eine Pause einlegen zu können und sich strategisch wieder weiter zu orientieren. „Zum Glück machen wir ein Saisongeschäft“, sagt Mitgründerin Denise Alberts. Sie und ihr Lebensgefährte Torsten Alberts verkaufen veganes Eis am Stiel.

Dafür nutzen sie püriertes Obst und Gemüse. Das Eis wird fast vollständig in Handarbeit hergestellt. Die einzigen Arbeitsabläufe, die eine Maschine übernimmt, sind das Gefrieren und Verpacken. Dabei entstehen Sorten wie Gurke-Zitrone, Mango-Kokos und Hibiskus-Himbeere. Ihr Eis verkaufen die Gründer deutschlandweit in rund 150 Cafés und Feinkostläden, vor allem aber in Berlin. Die Preisempfehlung liegt bei 2,80 Euro pro Eis. Denise und Torsten Alberts wählen ihre Geschäftspartner eigenen Angaben zufolge gezielt aus, auf einen Platz im Supermarkt verzichteten sie bewusst. Denn: Ihr Eis solle zum Gesamtkonzept des Shops passen, so die Berlinerin. Mit Discounter und Massenware möchte das Startup nicht in Verbindung gebracht werden. Paletas bietet auch Catering für Firmenevents oder Hochzeiten an.

Folge NGIN Food auf Facebook!

„Wir sind die letzten Jahre immer ans Limit gekommen mit unserem Equipment“, erzählt die Mitgründerin. Die Nachfrage sei so hoch, dass sich Paletas in den Wintermonaten um größere Maschinen, mehr Produktionsfläche und Personal kümmern müsse. Nach dem dritten Geschäftsjahr konnten die Berliner komplett von ihrem Startup leben, sagt Alberts. Investoren haben sie nicht an Bord. Der Umsatz steige jährlich, so die Gründer. Genaue Zahlen möchten sie jedoch nicht nennen.

Bild: Gründerszene

Folge NGIN Food auf:

In Kooperation mit
amplifypixel.outbrain