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Die häufigsten Fehler, die Onlineshops beim Bezahlvorgang machen

Viele Kunden haben Produkte im Warenkorb, springen aber im letzten Augenblick ab und kaufen doch nicht. Eine Studie zeigt, woran das liegen kann.

Eine Studie der Payment-Plattform Stripe hat ergeben, dass mehr als 90 Prozent der größten deutschen E-Commerce-Websites mindestens drei Fehler im Bezahlprozess machen. Mehr als 50 Prozent der Websites sollen sogar fünf Dinge oder mehr falsch machen. Die häufigsten Fehler sind laut der Studie, dass keine Echtzeit-Erkennung falscher Kreditkartennummern stattfindet und die numerische Eingabe des Gültigkeitsdatums fehlt. Stattdessen bremst oft ein Drop-Down-Menü den Bezahlvorgang. Deutsche Websites schneiden in der Untersuchung außerdem deutlich schlechter ab als Onlinehändler aus den USA.

Stripe hat die Checkout-Prozesse der 100 wichtigsten E-Commerce-Websites in Deutschland analysiert. Insgesamt wurden dabei zwölf unterschiedliche Fehler identifiziert, die den Bezahlprozess mit Kreditkarte aufwändiger machen und damit zu Reibungsverlusten und schlechteren Conversions führen. Es ist natürlich kein Zufall, dass Stripe diese Studie finanziert hat. Will man doch mit seiner eigenen Technik Bezahlvorgänge verbessern. Doch die Ergebnisse sind trotzdem interessant.

Die sechs wichtigsten Erkenntnisse:

• Bei 74 Prozent der Websites war keine manuelle Eingabe des Gültigkeitsdatums einer Kreditkarte möglich. Meist gab es hier nur ein Drop-Down-Menü, was die Eingabe verlangsamt und erschwert.

• Bei 67 Prozent gab es keine Echtzeit-Erkennung ungültiger Kreditkartennummern.

• Eine automatische Anzeige des Kreditkartentyps nach Eingabe der Nummer erfolgte bei 61 Prozent nicht.

• Zudem funktionierte bei fast der Hälfte der Seiten die Autofill-Funktion mit im Browser gespeicherten Abrechnungsinformationen nicht einwandfrei.

• Bei 47 Prozent der getesteten Websites konnten sogar Ablaufdaten von Kreditkarten eingetragen werden, die in der Vergangenheit liegen – ein besonders leicht zu korrigierender Fehler.

• Immerhin: Auf fast allen Seiten können Nutzer mobil-optimiert bezahlen.

Erfreulich war bei der Analyse, dass der Checkout-Flow auf fast alle Seiten durch responsives Design automatisch für mobile Endgeräte angepasst wird. Allerdings stellte sich nur bei 40 Prozent die mobile Tastatur automatisch auf die numerische Eingabe um, wenn das Eingabefeld ausschließlich für die Eingabe von Zahlen gedacht ist. Dadurch wird der mobile Check-out wiederum erschwert.

Die Auswahl der wichtigsten 100 Handels-Webseiten hat Stripe anhand des Alexa-Rankings für Deutschland getroffen. Dabei wurden die reichweitenstärksten Seiten berücksichtigt, auf denen Kunden Produkte oder Dienstleistungen erwerben können. Stripe testete auf zwölf zuvor definierte Fehler, die den Bezahlprozess erschweren und damit die Conversion-Rate senken. Alle Fehler wurden gleich gewichtet und beziehen sich auf die Bezahlmethode Kreditkarte. Die Daten wurden im Dezember 2017 und Januar 2018 erhoben.

Bild: Namensnennung Bestimmte Rechte vorbehalten von jbhthescots

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