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Auf dieses Food-Startup setzt der FC Bayern München

Wenige Monate nach dem Start vermietet Supernutural seine Nussmus-Maschinen in 12 Länder und hat einen prominenten Abnehmer. Auch ein True-Fruits-Gründer ist beteiligt.

Noch als sie schwanger war, kündigte Amelie Sperber ihren Job in einer Werbeagentur, um mit ihrem Mann Timo ein Startup hochzuziehen. Die Idee: Ein Gerät, das Nüsse zermahlt und dadurch cremigen Brei erzeugt. Mehr als zwei Jahre hat das Paar aus Bayern daran gebastelt, im Sommer 2017 die ersten Seriengeräte in Umlauf gebracht. Im Mai 2018 gründete es schließlich das Unternehmen Supernutural

Veganer und Nussmus-Fans sollten sich allerdings nicht zu früh freuen: Für den Privatgebrauch sind die Supernutural-Mühlen nicht gedacht. Der Bedarf im Haushalt sei nicht groß genug, begründen die Erfinder. Die Maschinen stehen daher in Supermärkten, Feinkostläden und Hotels. Selbst der FC Bayern München habe ein eigenes Gerät, um die kalorienreiche Creme für seine Sportler herzustellen, so die Gründer.

Das Startup bietet seine Geräte nur als Leasingmodell und mit Nussabo an. Die Gebühren beginnen ab drei Euro pro Tag über einen Zeitraum von 48 Monaten. Die Abonnenten bekommen dabei regelmäßig geröstete Nüsse zugestellt, die zusätzlich kosten. Endverbraucher können daraus dann frisches Mus abzapfen. Den Preis für die Nusscreme bestimmen die Partner selbst, im Durchschnitt seien es aber vier Euro pro 100 Gramm, sagen die Gründer. Aktuell bietet Supernutural, das bislang Heyqnut hieß, Sorten wie Haselnuss, Mandel und Cashew an.

Das zehnköpfige Supernutural-Team hat im vergangenen Sommer eine Seedfinanzierung in nicht genannter Höhe von drei Business Angels bekommen. So ist auch der True-Fruits-Mitgründer Nicolas Lecloux an dem Startup aus dem Allgäu beteiligt.

Die Geräte lässt das junge Unternehmen von Bosch anfertigen, die Nüsse stammen von Bio-Bauern. Seine mehr als 100 vermieteten Maschinen hat das Ehepaar Sperber bislang in zehn europäische Länder sowie nach Saudi-Arabien und Neukaledonien verschickt. Im vergangenen Jahr setzte Supernutural damit rund 375.000 Euro um. Profitabel sei das Unternehmen noch nicht, peile die Gewinnschwelle aber für 2019 an, so das Gründerpaar.


Bild: Supernutural

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