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Dieser Gründer verteilt lieber Wertschätzung als kostenlosen ChariTea

Seit einigen Jahren baut Sven-Oliver Pink in Köln ein Taschenunternehmen mit Millionen-Umsatz auf. Hier erzählt er, was er für 2018 plant.

Als vier Freunde in Köln begannen, Schultaschen für Kinder herzustellen, gab es sicherlich einige Skeptiker. Schließlich sind Schultornister ein Standardprodukt, der Markt schien in der Hand von Taschenriesen wie der Steinmann Gruppe, die hinter Marken wie Scout steht.

Doch heute, sieben Jahre später, ist aus dem Vorhaben ein großes Unternehmen geworden, das pro Jahr Millionen umsetzt und mehr als 200 Mitarbeiter hat: Fond of Bags. Zum Jahreswechsel haben wir den Gründer Sven-Oliver Pink gebeten, aufzuschreiben, wer ihn im vergangenen Jahr am meisten beeindruckt hat und was er für 2018 geplant hat.  

Applaus, Applaus: Welche Gründer haben Dich im vergangenen Jahr am meisten beeindruckt? Und warum?


Rolf Schrömgens, Mitgründer von Trivago, beeindruckt mich immer wieder – nicht nur 2017. Seit der Gründung 2005 ist Trivago stark gewachsen, hat nun mehr als 1.000 Mitarbeiter und ist an der amerikanischen Börse notiert. Und Schrömgens sitzt immer noch am Ruder und arbeitet voller Engagement in seinem damaligen Startup.

Trial and Error: Aus welchen Fehlern habt Ihr im letzten Jahr gelernt?

Wir haben letztes Jahr sehr viele Sachen angeschoben, für die wir eigentlich (noch) nicht die Kapazitäten hatten. Menschen sind nicht glücklich, weil sie bei uns kostenlos ChariTea und Functional Training bekommen, sondern weil sie einen Beitrag zum Erfolg leisten und dafür Wertschätzung erhalten. Sie gehen nicht glücklich nach Hause, weil sie kickern durften, sondern weil sie eine gute Präsentation gehalten oder ein schwieriges Kundengespräch erfolgreich geführt haben und sich selbst damit weiterentwickeln.

Krypto-Boom: Wo steht der Bitcoin heute in einem Jahr?

Keine Ahnung.

Next Big Thing: Welches Tech-Unternehmen ist der heißeste Börsen-Kandidat für 2018?

Fond of Bags geht jedenfalls nicht an die Börse.

Großes Krabbeln: Wird man in einem Jahr Insekten-Burger bei McDonald’s essen können?

Insekten sind proteinreich und schmackhaft – dann würde ich auch mal wieder bei McDonald's vorbeischauen.

Roboter als Fahrer: Werden uns Taxis bis Ende 2018 fahrerlos herumkutschieren?

Ich freue mich darauf.

Gründer-TV: Welche Ideen würdest du in der Vox-Show „Die Höhle der Löwen“ beim nächsten Mal gerne sehen? Und welchen Investoren?

Innovative Ideen und Konzepte im HR-Bereich fände ich spannend! Als Investor würde ich unseren Mitgründer Florian Michajlezko ins Rennen schicken: der beste Deal-Maker, den ich kenne.

Digitale Helfer: Auf welche App willst du 2018 auf keinen Fall verzichten?

Car2go.

Schreibtisch-Lektüre: Welches Buch sollten Gründer 2018 unbedingt lesen?

Per Anhalter durch die Galaxis.

Was darf’s sein? Welche Wünsche hast Du an die Politik?

Mehr gemeinsame Vision und Motivation für Europa.

Höher, schneller, weiter! Wie sehen eure Wachstumspläne derzeit aus?

Unsere neuen Marken auf die Straße bringen und unsere alten in die Welt hinaus.

Einhörner, an die Arbeit! Welches nervige Alltagsproblem hat bisher noch kein Startup gelöst?

Ich glaube, viele Alltagsprobleme wurden bereits adressiert – es ist Zeit für das „Next Level“! Viele Angebote können noch verbessert werden.

Bild: Athenea Diapoulis

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