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Netflix-Komödie sorgt für Yakult-Ausverkauf

Eine kurze Szene im Film „To All the Boys I’ve Loved Before“ hat die Umsätze eines japanischen Joghurtdrinks gewaltig angekurbelt. Dabei war das gar nicht beabsichtigt.

Mitte August hat der Streamingdienst Netflix die romantische Teenie-Komödie „To All the Boys I’ve Loved Before“ veröffentlicht. In einer Szene bietet die kleine Schwester der Hauptfigur Lara Jean Song dem Mädchenschwarm Peter Kavinsky einen „koreanischen Joghurtsmoothie an“. Zu sehen ist eine kleine weiße Flasche mit rotem Aludeckel. Hinweise auf den Produzenten gibt es nicht.

Prompt reagierte die Twittergemeinde auf die Szene. Und natürlich wollen einige die Marke des Getränks erkannt haben. Es soll sich diversen Tweets zufolge um einen probiotischen Joghurtdrink des asiatischen Herstellers Yakult handeln. Und der erlebt seitdem einen wahren Boom. Laut der Nachrichtenagentur Bloomberg sind die Verkäufe dank des Films rapide angestiegen. Auf Twitter wurde Yakult zum Kult-Objekt. Einige Nutzer aus den Philippinen berichten, dass der Joghurtdrink ausverkauft gewesen sein soll. Auch die Aktie ist seit „To All the Boys I’ve Loved Before“ um knapp drei Prozent angestiegen und nähert sich dem Allzeithoch von 9.640 Yen (umgerechnet rund 75 Euro) im November 2017.

Das Produkt wird seit 1935 hergestellt und ist auch in Deutschland seit Mitte der 1990er auf dem Markt. Der Netflix-Hype kommt für das Unternehmen gerade zur rechten Zeit. Denn Anfang des Jahres war der Wert des Börsenpapiers eingebrochen.

Einen kleinen Haken gibt es allerdings. Yakult kommt aus Japan, nicht aus Korea, wie im Netflix-Film beschrieben. Auch wenn die Optik der Flasche im Film und der Twitter-Kanon dagegen sprechen: Es ist also möglich, dass Yakult einen Hype erfährt, ohne überhaupt je in der Komödie vorgekommen zu sein. Das Unternehmen hat sich bisher nicht zu der Angelegenheit geäußert. Vielleicht aus gutem Grund.

Bild: Yakult

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