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Boykott beendet: Nestlé und Edeka legen Streit bei

Der monatelange Streit zwischen der Agecore-Allianz und Nestlé ist beendet. Ein Sprecher bestätigte, dass es eine „ausgewogene Einigung“ gegeben habe.

Nach monatelangem Ringen hat sich Nestlé im Streit um künftige Einkaufspreise mit sechs europäischen Einzelhändlern geeinigt. Der Nahrungsmittelkonzern habe eine „ausgewogene Einigung“ mit der Händlerallianz Agecore erreicht, zu der auch Edeka gehört. Dies bestätigte ein Nestle-Sprecher am Mittwoch. Zuvor hatte die „Lebensmittel-Zeitung“ über eine Beilegung des Streits berichtet. Über Details sei jedoch Stillschweigen vereinbart worden. „Wir gehen mit Bezug auf Nestlé jetzt wieder in den Normalbetrieb", sagte der Edeka-Sprecher. „Schon bald werden unsere Produkte wieder bei den sechs Händlern der Einkaufsallianz verfügbar sein“, hießt es von Nestlé. 

 

Um den Druck auf den Schweizer Konzern zu erhöhen, hatten die Einzelhändler Nestlé-Produkte aus den Regalen genommen. Rund 200 Produkte waren von dem Bestell-Boykott betroffen gewesen. Der Streit hatte für Aufsehen gesorgt, da prominente Marken wie Nescafé, Maggi, Thomy, Wagner Pizza oder Vittel so aus dem Sortiment von vielen Edeka-Märkten zu fliegen drohten. Zudem seien zwischen Handel und Produzenten zwar harte Verhandlungen üblich, ein solcher Boykottaufruf sei jedoch äußerst außergewöhnlich, hieß es aus Branchenkreisen. Nestlé hatte zuletzt im Gegenzug eine neue Kit-Kat-Sorte exklusiv beim Edeka-Konkurrenten Rewe verkauft. 

Die zuletzt vom Bann betroffenen Produkte standen nach übereinstimmenden Berichten für rund ein Drittel der mit Nestlé erzielten Erlöse in den Agecore-Märkten. Die Händler-Allianz umfasst neben Edeka außerdem die Händler Intermarché, Coop Schweiz, Conad, Eroski und Colruyt und steht für 140 Milliarden Euro Bruttoumsatz.

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Bild: Getty Images / Vince Talotta / Contributor

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