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Nach Exit: Delivery Hero verteilt 7 Millionen Euro an Mitarbeiter

Das Berliner Lieferunternehmen verkauft sein Deutschlandgeschäft für fast eine Milliarde an Takeaway, sieben Millionen davon fließen an die Mitarbeiter.

Am Freitagmorgen gaben Delivery Hero und sein niederländischer Konkurrent Takeaway einen Deal bekannt: Takeaway übernimmt den deutschen Markt seines Wettbewerbers mitsamt der Marken Lieferheld, Foodora und Pizza.de im Wert von 930 Millionen Euro. Delivery Hero erhält dafür unter anderem 18 Prozent an der Lieferando-Mutter. Wie Delivery-Hero-CEO Niklas Östberg in einem Telefonat mit Journalisten am Freitagmorgen erzählte, wird das Berliner Unternehmen sieben Millionen Euro an seine Mitarbeiter in Deutschland auszahlen. 

Auf dem Heimatmarkt sind etwa 480 Mitarbeiter angestellt, plus rund 2.000 Fahrer. Das Bonusprogramm gibt es für alle Angestellten, die bis zur Übernahme im Unternehmen bleiben sowie für aktive Fahrer, so der Sprecher Bodo von Braunmühl auf Nachfrage von Gründerszene und NGIN Food. Dabei wird das „Weihnachtsgeschenk“ der Firma – wie Östberg sagte – nicht auf alle Angestellten gleich aufgeteilt, sondern bei den Kurieren je nach Arbeitspensum gestaffelt. 

Ähnlich agierte der türkische Essenslieferdienst Yemeksepeti 2015, nachdem Delivery Hero den Markt für 589 Millionen US-Dollar kaufte. Wie die türkische Tageszeitung Hürriyet damals berichtete, hat CEO Nevzat Aydın die 114 Mitarbeiter seines Unternehmens am Exit-Erlös beteiligt. Pro Person gab es mehr als 200.000 Dollar. „Obwohl es keine Verpflichtungen oder Versprechen gab, haben wir 27 Millionen US-Dollar von dem Geld, das wir für den Verkauf des Unternehmens bekommen haben, mit den Angestellten geteilt“, sagt Aydın der Zeitung. „Wir haben das getan, weil wir den Erfolg zusammen erreicht haben.“

Bild: Delivery Hero, Hinweis: In einer früheren Version des Artikels hieß es, Delivery Hero beschäftige 500 Fahrer, und jeder Mitarbeiter bekomme einen Bonus von 7.000 Euro. Das war nicht korrekt.

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