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Mit einer 210-Millionen-Finanzierung wird dieses Liefer-Startup zum Unicorn

Nach einer neuen Finanzierungsrunde wird der indische Essenslieferdienst Swiggy mit 1,3 Milliarden Dollar bewertet. Der Markt in Indien ist schwer umkämpft.

Mit 1,3 Milliarden Einwohnern ist das wirtschaftlich aufstrebende Indien ein Markt voller Potential. Auch für Essensliefer-Startups, die sich derzeit ein Rennen darum liefern, wer hier die Vormachtstellung hält. Heute hat das 2014 gegründete Unternehmen Swiggy einen großen Schritt in diese Richtung unternommen. Es vermeldete ein Series-G-Investment in Höhe von 210 Millionen US-Dollar und wurde damit zum Unicorn. Der Wert des Startups wird laut TechCrunch auf 1,3 Milliarden US-Dollar beziffert. 

Nach eigenen Angaben liefert Swiggy Essen von 35.000 Restaurants aus und verfügt über eine Flotte von 40.000 Fahrern. Der Dienst wird in 15 Städten Indiens angeboten. Die jüngste Finanzierungsrunde wird von den Investment-Gesellschaften Naspers aus Südafrika und DST Global aus Hong Kong angeführt. Auch bisherige Investoren steuerten Geld bei. Erst im Februar hatte Swiggy 100 Millionen US-Dollar erhalten, insgesamt können die Gründer Nandan Reddy, Rahul Jaimini, Sriharsha Majety auf Finanzierungen in Höhe von insgesamt 465 Millionen US-Dollar zurückblicken.

Das frische Kapital soll eingesetzt werden, um neue Städte in Indien zu erschließen und Technik sowie Logistik auszubauen. Nach der neuen Runde ist das Unternehmen aus Bangalore derzeit das wertvollste Essensliefer-Startup Indiens – dicht gefolgt von Zomato, ein 2008 gegründetes Startup, das mit 1,1 Milliarden US-Dollar bewertet und unter anderem von dem chinesischen Amazon-Pendant Alibaba unterstützt wird. 

Warum Delivery Hero sein Indien-Geschäft verkauft, um dort Fuß zu fassen

Der Essenslieferdienst verkauft Foodpanda Indien an den Mobilitätsdienst Ola. Im Gegenzug erhält Delivery Hero Anteile an dem Unternehmen. Was bringt der Deal?

Auch Delivery Hero war in Indien aktiv, verkaufte sein dortiges Geschäft Foodpanda Indien allerdings im Dezember 2017 an den dort ansässigen Mobilitätsdienst Ola. Der Deal war allerdings kein Abschied aus Indien, sondern ein Angriff auf den Markt mit neuer Struktur. Denn Delivery Hero bekam für Foodpanda Indien kein Geld, sondern Anteile an Ola, das sich zudem verpflichtete, 200 Millionen in Foodpanda zu investieren. 

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Bild: Getty Images / Hindustan Times / Contributor

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