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Millioneninvestment für Schlafmittel-Startup Sleep.Ink

Sleep.Ink hat in einer zweiten Runde eine siebenstellige Summe eingesammelt, darunter von einem Pharmakonzern. Nun soll der Schlafdrink auch offline verkauft werden.

Einen niedrigen Millionenbetrag hat Sleep.Ink von mehreren Investoren bekommen. Der Altgesellschafter Atlantic Food Labs hat noch einmal Geld in den Berliner Schlafmittelhersteller gesteckt und hält nun 30 Prozent. Neu sind der Pharmakonzern Dr. Kade und der VC-Arm des Nahrungsergänzungsmittelherstellers Döhler, der auch am Sleep.Ink-Konkurrenten Snooze beteiligt ist. Diverse Business Angels wie Robert Ermich, Gründer von Dein Handy, Jaclyn Sontel Schnau des Babybrei-Startups Pumpkin Organics und Sofie Quidenus-Wahlforss, Gründerin des Berliner Insurtechs Omnius, haben ebenfalls an der Runde teilgenommen. 

Mit dem Kapital will das Schlafmittel-Startup unter anderem eine Content-Plattform aufbauen, auf der beispielsweise Videoanleitungen mit Yoga- und Traumübungen angeboten werden. Obendrein stehen Drinks bald in mehr als 600 stationären Verkaufsorten, darunter in Douglas-Filialen, Apotheken und Hotels. Bislang hat Sleep.Ink seine Schlafmittel überwiegend online verkauft. 2018 setzte das Gründertrio Jakob Repp, Jan-Frieder Damm und Malte Gützlaff damit einen mittleren sechsstelligen Betrag um.

Die strategische Partnerschaft mit dem mehr als 130 Jahre alten Pharmaunternehmen will Sleep.Ink nutzen, um auch bei rechtlichen Fragen einen erfahrenen Gesellschafter an Bord zu haben. Zuletzt wurden die Berliner abgemahnt, weil ihr Produkt Melatonin enthalte und nach Auffassung der Behörden daher nicht frei verkäuflich sein dürfte.

Verstoßen zwei Berliner Schlafmittel-Startups gegen das Arzneimittelgesetz?

Sleep.Ink und Braineffect verkaufen Schlafmittel mit Melatonin. Die Bundesbehörden stufen die Produkte allerdings als verschreibungspflichtig ein.

Bild: Sleep.Ink

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