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Metro bestätigt, hinter Kampagne gegen schlechte Startup-Jobs zu stecken

Der Konzern zieht seine IT-Abteilung neu auf und sucht dafür Entwickler. In der Startup-Szene kommt die Werbeaktion #TakeTheExit dafür nicht bei allen gut an.

Die Recherchen von Gründerszene haben sich bestätigt, Metro war der Absender der mysteriösen Marketing-Kampagne #TakeTheExit. Hintergrund der Aktion: Der IT-Bereich des Großhändlers wird ab dem 1. Mai unter dem Namen Metronom firmieren und sucht derzeit Fachkräfte in Berlin und Düsseldorf. Über klassische Stellenanzeigen seien zuvor zu wenige Bewerber angesprochen worden, sagte Metro-CIO Timo Salzsieder dem Tagesspiegel.

Der Anspruch sei, „als Taktgeber im Tech-Bereich wahrgenommen zu werden“, heißt es in einer Mitteilung des Konzerns. In der Berliner Tech-Szene kam die Kampagne bei vielen aber in einer anderen Weise an: Startup-feindlich. Die Motive und Slogans zielten klar auf Mitarbeiter junger Unternehmen, die zur Kündigung bewegt werden sollten. „Metro liefert mit #TakeTheExit die neue Worst Practice für das Zusammenspiel von Konzernen und Startups“, kommentierte etwa Florian Noell, Vorsitzender des Bundesverbandes Deutsche Startups, auf Twitter.

Eine Kritik, die der Konzern annimmt. „Wir mussten leider feststellen, dass sich Startups durch unsere Kampagne in von uns nicht beabsichtigter Weise angegriffen gefühlt haben. Wir bedauern dies“, heißt es in der Mitteilung. Metro wolle Jungfirmen nicht verurteilen, im Gegenteil: „Wir bewundern Agilität, Anpacker-Mentalität und Unternehmergeist.“ Wie sehr, das kann der Großhändler zum Beispiel in seinem neuen Entwicklerzentrum in Berlin-Kreuzberg beweisen.

Die misslungene Metro-Kampagne gegen die Startup-Szene

In einer Kampange prangert die Metro schlechte Startups-Jobs an. Offenbar hat der Konzern vergessen, wie er jahrelang verzweifelt um die Gunst der Szene gebuhlt hat.

Bild: Screenshot Metronom.com

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