Trends, Innovationen und Digitales aus der Lebensmittelbranche

McDonalds’ Digitalchef: „Wir müssen auf dem Smartphone präsenter werden.“

Kommen wir noch einmal zum Thema Delivery: In wie vielen Städten kann man sich McDonalds aktuell schon liefern lassen? Und soll es überall möglich sein?

Derzeit kann man unseren Lieferservice McDelivery in 35 Städten nutzen. Wir wollen das in so vielen Städte wie möglich anbieten. Wir arbeiten ja mit einem Lieferpartner zusammen, nämlich mit den Diensten von Delivery Hero. Und die Kollegen sind dabei die entsprechende Infrastruktur aufbauen, bevor wir an weiteren Standorten liefern können.

Könnte McDonalds nicht selbst einen Lieferservice aufbauen?

Wir sind aktuell sehr happy mit der Teilung.

Ist der Lieferservice für McDonalds wirtschaftlich?

An den Bestellautomaten kann man sein Essen häufig schneller ordern als an der Kasse.

An den Bestellautomaten kann man sein Essen häufig schneller ordern als an der Kasse.

Ja, seien Sie gewiss, dass McDonalds nichts macht, bei dem wir draufzahlen müssen.

Bei Lieferservices wie Foodora stehen Sie in einer Reihe mit den hippsten Restaurants Berlins. Sind andere Fast-Food-Ketten wie Burger King überhaupt noch Ihre Hauptkonkurrenz oder ist das inzwischen der junge, individuelle Gastronom, der mittags einen ähnlichen Preis bietet wie McDonalds?

Wir stehen im Wettbewerb mit allen Akteuren im Informal eating out market (IEO). Das sind heutzutage in der Tat sehr viele Player. Von einzelnen Burgerläden bis zu Bäckereien, die aufgerüstet haben. Die Optionen am Markt sind größer geworden und deshalb müssen wir auf dieses Kundenbedürfnis nach mehr individuellen Angeboten reagieren. Aber mit Blick auf unsere Marketingzahlen haben wir kein Problem mit der Penetration unserer Zielgruppe.

Viele Innovationen kommen von Startup, sowohl im Bereich Technologie, als auch im Bereich Food. Beobachten Sie in Ihrer Arbeit regelmäßig Startups?

Wir orientieren uns stark an unserem Headquarter in Chicago. Denn dort werden die Technologien für uns gebaut. Aber ich beobachte durchaus, was für neue Ideen uns Services im IEO oder auch im Retail entstehen und wie diese wiederum das Konsumentenverhalten ändern. Tatsächlich kann man von Startup oft gerade in der Einfachheit der Lösung viel lernen. Ich gebe das als Impuls an die amerikanischen Kollegen zurück.

In welcher Angelegenheit haben Sie konkret etwas von einem Startup gelernt?

Wir selbst haben uns auferlegt, Fortschritt vor absolute Perfektion zu stellen. Das macht es uns möglich, viel schneller mit Produkten an den Kunden zu kommen und auch von seiner echten User Experience zu lernen. Wunderbar gelungen ist das mit unserem Lieferpartner Foodora. Sie haben in zwei Meetings mit uns einen Prototyp definiert und „zack“ waren wir im ersten Restaurant mit unserem Lieferservice „live“. Das agile Denken des Partners hat uns sehr inspiriert und auch intern unglaublich viel positives Engagement ausgelöst.

 

Bilder: McDonalds

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