Geht Marley Spoon bald an die Börse?

Der Kochboxen-Versender hat seinen Umsatz 2017 verdoppelt und prüft nun Finanzierungsmöglichkeiten, um weiter zu wachsen – unter anderem am Kapitalmarkt.

Das Berliner Startup Marley Spoon zieht Bilanz: Der Kochboxen-Versender konnte seinen Umsatz von 2016 auf 2017 nach eigenen Angaben mehr als verdoppeln. Wie viel das Team von Fabian Siegel und Till Neatby genau umgesetzt hat, wollte das Startup auf Nachfrage von NGIN Food allerdings nicht sagen.

Noch 2016 waren die Verluste höher als der Umsatz wie im Geschäftsbericht von Rocket Internet zu lesen war. Demnach hatte Marley Spoon 24 Millionen Euro verloren und nur 20 Millionen Euro umgesetzt. Da die Firma den Umsatz nun verdoppelt haben will, müsste sie im vergangenen Jahr mehr als 40 Millionen Euro eingenommen haben. Ob Marley Spoon nun schwarze Zahlen schreibt, ist allerdings unklar.

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Den Grund für das Wachstum sieht der Kochboxen-Anbieter in der internationalen Expansion. Seit 2015 liefert Marley Spoon auch in Australien aus, seit 2017 in den USA unter der Marke Dinnerly. „Aufgrund der vielversprechenden Entwicklung des Unternehmens prüft Marley Spoon verschiedene Finanzierungsmöglichkeiten, einschließlich Kapitalmarktoptionen, um das weitere Wachstum des Geschäfts zu finanzieren“, so das Unternehmen.

Welche Optionen das sein werden und ob Marley Spoon einen Börsengang plant, wollte das Kochboxen-Startup nicht kommentieren. Neben einem IPO könnte das Berliner Unternehmen beispielsweise auch darüber nachdenken, Anleihen zu verkaufen.

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Die Rocket-Internet-Beteiligung HelloFresh ist im November an die Börse gegangen. Obwohl der Start eher holprig war, haben Experten zum Kauf der Aktie geraten. Der IPO von US-Wettbewerber Blue Apron verlief hingegen katastrophal: Ein halbes Jahr nach dem Börsengang liegt die Aktie noch immer bei einem Drittel des Ausgabepreises.

Bild: Marley Spoon

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