Trends, Innovationen und Digitales aus der Lebensmittelbranche

Lycka-Gründer: „Ich halte die Erklärung von J. Hornig für nicht glaubwürdig“

Im März mahnte ein großer Kaffeekonzern Startups ab: Sie dürften keinen Cold-Brew-Kaffee mehr verkaufen. Lycka-CEO Leonhardt erklärt, wie er sich dagegen wehrte.

Lycka-CEO Felix Leonhardt staunte nicht schlecht, als er im März eine Abmahnung im Briefkasten fand. Der österreichische Kaffeeproduzent J. Hornig, eine Tochtergesellschaft des Traditionsunternehmen J. J. Darboven, hatte sich den Begriff „Cold Brew“ als Marke schützen lassen. Das Unternehmen leitete daraufhin rechtliche Schritte gegen Startups ein, die ihr Produkt ebenfalls mit diesen Worte bewarben. 

Im Interview mit NGIN Food erzählt er, wie er auf die Abmahnung reagiert hat und ob er nun juristische Schritte gegen J. Hornig einleiten will.

Leonhardt hatte erst durch die Berichterstattung von NGIN Food erfahren, dass Lycka nicht das einzige Unternehmen war, das von J. Hornig abgemahnt wurde. Insgesamt hatte der österreichische Konzern vier Abmahnungen verschickt, woraufhin sich eine Initiative von über 70 Kaffee-Röstern zusammenschloss, um dagegen vorzugehen. 

J. Hornig beantragte in der Folge, dass die zuvor eingetragene Marke doch wieder gelöscht werden sollte. Juristen hatten zudem bezweifelt, dass man die Zubereitungsmethode „Cold Brew“ überhaupt schützen könne. 

Lycka gibt es seit 2014. Leonhardt verkauft mit seinem Team Eis, Power-Riegel und Cold-Brew-Kaffee. Hätte er tatsächlich auf das Kaffee-Geschäft verzichten müssen, hätte das Lycka vor erhebliche Schwierigkeiten gestellt

Die komplette Geschichte rund um den Cold-Brew-Streit gibt es hier noch einmal nachzulesen:

Startups vs. Großkonzern – Lässt sich „Cold Brew“ als Marke schützen?

Kaffeehändler J. Hornig ließ sich „Cold Brew“ als Marke sichern und mahnte daraufhin Startups ab. Was folgte, war ein harter Branchenstreit mit absurdem Ausgang.


Bild: Screenshot

Folge NGIN Food auf:

In Kooperation mit
amplifypixel.outbrain