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Dieses Startup bringt den nächsten Lunch-Kühlschrank auf den Markt

Das Düsseldorfer Startup Livello arbeitet bereits seit 2016 an seinem Imbiss-Kühlschrank. Allerdings hat das Foodtech-Unternehmen große Konkurrenz.

„Wir sind das Amazon Go in der Box“, beschreibt Gründer Alexander Eissing sein Produkt. Sein Startup Livello hat einen smarten Kühlschrank entwickelt, der als Kantinenersatz in Büros dienen soll. Die Nutzer öffnen das Gerät, indem sie ihre Kundenkarte, Kreditkarte oder ihr Handy mit Apple Pay oder der Google Wallet an eine Schnittstelle halten. Ein Sensor im Kühlschrank erkennt dann, welchen Wrap, Joghurt oder Saft der Kunde nimmt und stellt die Kosten dafür in Rechnung. 

Eissing hat sein Startup im Mai 2016 gegründet. Wenige Monate später brachte er den ersten Prototypen in Betrieb. Aktuell läuft noch eine Testphase. Ab Februar 2019 werden knapp 60 Maschinen des Düsseldorfer Unternehmens im Einsatz sein, so der 34-jährige Gründer. Der Livello-Kühlschrank kostet monatlich maximal 500 Euro inklusive Service. Die Lagerung und Belieferung hat das Jungunternehmen auf externe Partner ausgelagert. Die stocken die Kühlschränke bis zu vier Mal wöchentlich neu auf und verteilen die alten Lebensmittel an die Tafel.

Bis Ende 2019 will Livello profitabel sein. Dabei setzt das 12-köpfige Team vor allem auf den Verkauf von White-Label-Lösungen seines Hightech-Kühlschranks, die Livello Catering-Anbietern und anderen Tech-Firmen anbieten will. Rund 400 Vorbestellungen seien für die Technologie bereits eingegangen. Neben dem Kauf- oder Leasingpreis erhält das Startup dafür obendrein eine monatliche Lizenzgebühr.

Bislang hat der Düsseldorfer Gründer sein Startup selbst finanziert. Im Dezember sind zwei Investoren bei Livello eingestiegen. Wer und mit welcher Summe, verrät Eissing nicht. Im Handelsregister ist der Anteilswechsel noch nicht eingetragen.

Ein ähnliches Angebot wie Livello machen die großen Startups HelloFresh und Everdine. Der Berliner Kochboxenversender HelloFresh hat seine Kühlschränke vor einem Jahr auf den Markt gebracht und nach eigenen Aussagen bisher Geräte in dreistelliger Höhe installiert. Das britische Unternehmen Everdine hat erst im November sein Geschäftsmodell geändert und sich auf den Markt mit Lunch-Kühlschränken fokussiert. Vorher hatte Everdine Tiefkühlgerichte ausgeliefert. Der Markt entwickelt sich noch recht langsam, vor allem die Logistik stelle eine Schwierigkeit dar. Laut Eissing lohnt sich ein neues Lager erst, wenn es mindestens zehn Abnehmer in der Region gibt.

Wie schlägt sich der Lunch-Kühlschrank von HelloFresh?

Vor einem Jahr launchte das Berliner Startup HelloFresh seinen IoT-Kühlschrank, der mit Fertiggerichten gefüllt ist. Nun wurde das Geschäftsfeld ausgegründet.

Bild: Livello

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