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Dieser Roboter beliefert hungrige Studenten

Sie sind klein, eckig und für einen Metallkasten sehr niedlich: Die Lieferroboter des kalifornischen Startups Kiwi machen einen Uni-Campus in den USA unsicher.

Ob Pizza oder Pakete: Immer wieder gibt es Berichte über Testprojekte mit kleinen, autonomen Lieferrobotern, die mittlerweile sogar die Gehwege deutscher Metropolen befahren. So baut etwa das frisch finanzierte Startup Starship Technologies von Skype-Erfinder Ahti Heinla and Janus Friis bereits seit mindestens zwei Jahren einen Lieferanten, der bislang unter anderem in Berlin und Hamburg zum Einsatz kam.

Wie das Tech-Portal TechCrunch berichtet, gibt es nun einen weiteren Wettbewerber. Das Startup Kiwi konzentriert sich dabei jedoch vorerst auf das Gelände der US-amerikanischen University of California, Berkeley (UC Berkeley). Gründer Felipe Chávez ist mit seinem Startup Teil des Uni-eigenen Accelerators.

Auf dem Gelände der UC Berkeley fahren die Roboter täglich von elf bis 19 Uhr umher. Die Kunden können über die Kiwi-App eine Bestellung auswählen und abschicken, etwa eine halbe Stunde später steht der mechanische Helfer vor der Tür. Der Deckel des sogenannten Kiwi Bot lässt sich über die App öffnen. Im Hohlkörper des Roboters sind dann Burritos, Cola oder Sandwiches verstaut, die die Nutzer in den umliegenden Restaurants geordert haben. Die Gebühr für den Lieferservice beträgt 3,80 US-Dollar. Im Laufe des Jahres sollen die Kiwi-Roboter dann auch außerhalb des Uni-Geländes aktiv werden. Die erste Lieferung mit den kleinen Helfern fand im März 2017 statt, bislang wurden laut eines Berichts von TechCrunch 10.000 Bestellungen ausgefahren.

Kiwi will sich durch zwei Dinge von der Konkurrenz abgrenzen: Zum einen sollen die Mini-Roboter nicht allein unterwegs sein, wenn sie Produkte ausliefern. Das Unternehmen arbeitet noch an anderen Liefer-Maschinen, die gemeinsam mit dem niedlichen Assistenten für die Auslieferung der Bestellungen sorgen sollen; beispielsweise ein autonom fahrendes Lastenfahrrad, das mehrere Roboter gemeinsam transportieren kann, und eine Art Kellner-Roboter, der die Bestellungen von der Küche zum draußen wartenden Transport-Fahrrad bringt. Laut Angaben auf der Webseite des Unternehmens sind diese smarten Helfer bereits in Arbeit.

Der Delivery Bot soll nur auf den letzten Hunderten Meter bis zur Tür des hungrigen Studenten fahren. Durch die Aufteilung der verschiedenen Weg will Kiwi die Effizienz der Auslieferungen steigern, damit der Roboter weniger Zeit auf dem Gehweg verbringt. 

Foodora testet kleine Lieferroboter

Foodora testet ab heute Roboter, die das bestellte Essen ausliefern. Kann sich das Startup künftig die teuren Fahrradkuriere sparen?

Der Kiwi-Roboter ist laut des TechCrunch-Berichtes kleiner als seine Konkurrenten, was dazu führt, dass er weniger Platz auf den Fußgängerwegen in Anspruch nimmt. Denn die Entwicklung und Nutzung der Roboter, die meist auf den Fußgängerwegen fahren, ruft auch Kritik hervor: Das Tech-Mekka San Francisco erlegte Startups Ende vergangenen Jahres auf, Lieferroboter nur mit vorher eingeholter Lizenz nutzen zu können und auch dann nur in bestimmten Gebieten, wo unter anderem wenige Fußgänger unterwegs sind. Grund: Die Stadt sorgt sich um die Sicherheit der Fußgänger.

Bild: Youtube/Screenshot/Kiwi

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