Trends, Innovationen und Digitales aus der Lebensmittelbranche

Lidl, Jägermeister und Little Lunch – das sind die Food-News der Woche

Der Discounter aus Neckarsulm stellt 500 Millionen Euro teures IT-Projekt ein, Jägermeister launcht eigenen Investmentarm und Little Lunch erhält über eine Million Euro Crowdkapital.

Lieber NGIN-Food-Leser,

sieben Jahre und mehr als eine halbe Milliarde Euro hat Lidl für die Entwicklung eines Warenwirtschaftssystems ausgegeben – um es dann in dieser Woche zu Grabe zu tragen. Das SAP-Projekt namens Elwis sei seinen Aufwand nicht mehr Wert gewesen, heißt es. Vielleicht die teuerste, aber nicht die erste digitale Panne des Discounters. An welchen Stellen es bei Lidl noch hapert, haben wir hier für euch zusammengefasst.

Worüber wir in dieser Woche berichtet haben? Hier die wichtigsten Geschichten der Woche im Überblick:

Jägermeister will in der Startup-Szene mitmischen: Die Beteiligung an dem Spirituosen-Startup Gin Sul Anfang Juli soll nicht das letzte Investment gewesen sein. Künftig will das Familienunternehmen über seine neue Tochter M-Venture Geld in junge Unternehmen stecken. Mehr dazu hier.

Pharmakonzern Merck investiert in Laborfleisch7,5 Millionen Euro hat das niederländische Startup Mosa Meat für die Entwicklung von In-Vitro-Fleisch bekommen. Angeführt hat die Runde das Darmstädter Unternehmen Merck. Wann Mosa Meat das Fleisch aus Kuhzellen auf den Markt bringen will, liest du hier.

Little Lunch sammelt 1,25 Millionen Euro ein: Nur 19 Stunden hat es gebraucht, bis das Augsburger Suppen-Startup sein Fundingziel von über einer Million Euro erreicht hat. Mehr als 1.100 Anleger haben in der Kapilendo-Kampagne Geld gegeben. Was Little Lunch mit dem Kapital vorhat, erfährst du hier.

WeWork bezahlt seinen Mitarbeitern kein Fleisch mehr: Der Coworking-Space-Anbieter will seinen Angestellten nur noch vegetarische Mittagessen erstatten. Auch Firmenfeiern sollen frei von Fleisch sein. Ein guter Schritt, findet unser Autor Thorsten. Warum, erklärt er hier.

Was du sonst noch wissen solltest: Die beiden US-Lieferdienste Instacart und Postmates wollen im Raum San Francisco künftig gemeinsam Einkäufe ausliefern, berichtet das Magazin TechCrunch. Der Lebensmittellieferdienst Instacart habe nicht genügend Kapazitäten und daher seinen Konkurrenten um Hilfe gebeten. Postmates soll nun zu Stoßzeiten Lieferaufträge seines Wettbewerbers ausführen.

Lesetipp: Das Familienunternehmen Teekanne verkauft jährlich rund 7,5 Milliarden Teebeutel, der Umsatz wächst kontinuierlich. Dennoch ist der Teehersteller nicht zufrieden mit seiner Strategie und will eine jüngere Zielgruppe ansprechen. Eine Bio-Linie und ein überarbeitetes Verpackungsdesign sollen der Anfang sein. Welche Maßnahmen der Teekanne-Chef Frank Schübel noch plant, hat das Handelsblatt aufgeschrieben.

Das war’s für diese Woche – am kommenden Donnerstag liest du wieder von uns!

PS: Möchtest du uns Feedback geben oder spannende Food-Unternehmen vorschlagen? Schreib' uns an redaktion@ngin-food.com.

Bild: Getty Images / Mike Coppola / Staff  

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