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Lidl verkauft jetzt auch Cannabis

In der Schweiz hat der Discounter Produkte des Startups The Botanicals in das Sortiment aufgenommen. Das Unternehmen verkauft Hanf zur „Erhaltung der Gesundheit“.

Lidl baut seine Zusammenarbeit mit Startups aus und hat sein Portfolio in der Schweiz um zwei Produkte des jungen Unternehmens The Botanicals erweitert. Das Besondere dabei: Es handelt sich um Cannabis. Seit vergangener Woche befinden sich in den Regalen Hanfblüten, die als Tabakzusatz für Zigaretten zum Selberdrehen produziert werden. 

Mit 0,8 Prozent bestehen die Blüten zwar aus einer geringen Menge des Stoffes THC, der Hanf hat dennoch eine berauschende Wirkung. Der CBD-Gehalt liegt indes bei 21 Prozent und ist im Vergleich zu anderen Cannabis-Medikamenten ziemlich hoch. Der Stoff Cannabidiol macht nicht high, soll aber entkrampfend, entzündungshemmend und angstlösend wirken.

Schmerzpatienten können in Deutschland seit über einem Jahr medizinisches Cannabis legal in der Apotheke kaufen. Allerdings nur auf Rezept. Wer keine ärztliche Genehmigung für Cannabis-Medizin hat, macht sich weiterhin strafbar. In der Schweiz sind die Drogen-Gesetze vergleichsweise locker. Hanf, das weniger als ein Prozent THC enthält, darf dort legal gezüchtet und in den Handel gebracht werden. Seit Juli 2017 führt der Lebensmittelhändler Coop sogar Hanf-Zigaretten.

Das Startup The Botanicals aus Thurgau baut seinen Hanf in der Schweiz in teilautomatisierten Gewächshäusern an und verzichtet komplett auf chemische, synthetische und genveränderte Zusatzstoffe. 1,5 Gramm der Hanfblüten verkauft Lidl für umgerechnet 15 Euro, drei Gramm für rund 16,70 Euro. In seinem Onlineshop bietet The Botanicals die Produkte zum selben Preis an. Das Unternehmen produziert außerdem Kosmetikprodukte aus Hanf.

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Bild: Jeff J Mitchell / Getty Images, Norman Posselt / Getty Images

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