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Laubteller-Startup Leaf Republic in der Insolvenz

Die Münchner Firma ist seit 2013 mit nachhaltigen Einwegtellern aus Laub auf dem Markt. Jetzt steht Leaf Republic vor dem Aus.

Das Münchner Startup Leaf Republic musste Insolvenz anmelden. Das geht aus einem Eintrag im Insolvenzregister hervor. Wegen „Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung“ wurde das Verfahren am 3. September eröffnet. 

Pedram Zolgadri und Carolin Fiechter hatten die Firma im Jahr 2013 gegründet, sie produzieren und vertreiben abbaubare Einwegteller aus dem Laub einer asiatischen Schlingpflanze. Im Frühjahr traten sie mit dieser Idee in Stefan Raabs TV-Show „Das Ding des Jahres” auf und schafften es bis ins Finale.

In 52 Länder exportiere man das nachhaltige Geschirr, sagte Zolgadri noch im April im Gespräch mit NGIN Food. 750.000 Laubteller produzierte Leaf Republic dem Gründer zufolge damals pro Monat. Sein Ziel beschrieb er folgendermaßen: In drei Jahren monatlich 80 Millionen Teller herstellen. Schon damals erwähnte Zolgadri Schwierigkeiten bei der Investorensuche. „Niemand hat sich für uns interessiert“, gab er zu. Ob diese Probleme zur Insolvenz geführt haben, ist unklar: Weder die Gründer noch Insolvenzverwalter Björn Hellfeld haben bis zum jetzigen Zeitpunkt auf Anfragen von NGIN Food reagiert.

Diese Gründer wollen mit Tellern aus Laub Plastik ablösen

Das Startup Leaf Republic macht Laubblätter zu Einwegtellern – eine nachhaltige Alternative zu Plastik und Pappe. Dem Gründer reicht das aber noch lange nicht.

Bild: Leaf Republic

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