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Göttinger Feinkosthändler übernimmt insolventes Kochhaus

Vier Monate lang kämpfte der Berliner Gourmetshop Kochhaus gegen das Aus. Nun wird die Firma von dem Großhändler Viani restrukturiert. Der Betrieb soll weitergehen.

Das Berliner Rezeptboxen- und Feinkostunternehmen Kochhaus hat einen Käufer gefunden, der das Geschäft sanieren möchte. Der Göttinger Spezialitätenhändler Viani übernimmt die insolvente Firma. Die Berliner Morgenpost berichtete zuerst. Über die Summe schweigen beide Parteien. 

Viani beliefert Kochhaus seit 2010 mit italienischen Lebensmitteln, auch das Berliner Luxuskaufhaus Kadewe gehört zu den Kunden des Göttinger Unternehmens. Der neue Eigentümer wolle den Betrieb fortführen, allerdings noch im Juli zwei der neun Filialen schließen: in Berlin-Kreuzberg und der Kölner Südstadt. Von den bislang 190 Mitarbeitern sind etwa 30 von der Kürzung betroffen, so der Insolvenzverwalter Jesko Stark gegenüber der Berliner Morgenpost. Künftig sollen aber neue Kochhaus-Läden eröffnet werden.

Der WHU-Absolvent Ramin Goo gründete Kochhaus 2008 zusammen mit Max Renneberg und Dorothée Karsch. In den Filialen und im Onlineshop können Kunden vorportionierte Lebensmittel für Rezepte und Feinkostartikel kaufen. Im vergangenen Jahr erwirtschaftete Kochhaus nach eigenen Angaben 8,4 Millionen Euro. Das war allerdings nicht genug, um das Geschäftskonzept aus eigener Kraft weiterführen zu können.

Im März musste das Unternehmen Insolvenz anmelden, führte den Betrieb aber weiter. Ursprünglich wollte der Insolvenzverwalter bis Ende Mai eine Lösung gefunden haben, allerdings verzögerte sich die Suche nach einem Investor. Mittlerweile wurde die GmbH aufgelöst.

Zu teuer, zu unflexibel – was taugt die Kochbox von Kochhaus?

Seit 2011 liefert das Berliner Unternehmen Kochhaus seine Rezeptboxen auch nach Hause. Die Gründerszene-Redaktion hat das Angebot ausprobiert.

Bild: Namensnennung Bestimmte Rechte vorbehalten von Oh-Berlin.com

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