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Kochhaus verhandelt nach Insolvenzanmeldung mit Gläubigern

Ende März musste der Berliner Kochboxen-Anbieter Insolvenz anmelden. Nun spricht Kochhaus mit mehreren Interessenten, die das Unternehmen sanieren wollen.

Eine Rettung aus dem Insolvenzverfahren ist in Sicht: Bis Ende Mai will Kochhaus einen neuen Investor gefunden haben, wie der Insolvenzverwalter Jesko Stark gegenüber Gründerszene und NGIN Food bestätigte. Derzeit spreche das Berliner Unternehmen mit diversen Käufern, die den Kochboxenanbieter übernehmen wollen. Die Berliner Morgenpost berichtete zuerst darüber. Die Due Diligence laufe bereits, so Stark.

Im März meldete das Unternehmen von CEO Ramin Goo Insolvenz an. Die Zeit für „eine Restrukturierung mit den finanzierenden Banken und eine Vereinbarung mit einem neuen Investor“ habe nicht ausgereicht, hieß es damals. Der Betrieb werde aktuell mit einer Insolvenzgeldvorfinanzierung am Laufen gehalten, so der Insolvenzverwalter. Ziel sei es, Kochhaus auch nach dem Verkauf weiterzuführen. Wer die neuen Gläubiger sind, kann er jedoch nicht sagen. Laut der Berliner Morgenpost interessierten sich sowohl strategische Investoren aus der Lebensmittelbranche als auch Finanzinvestoren für Kochhaus.

Kochhaus beschäftigt 190 Mitarbeiter an neun deutschen Standorten. In den Filialen können Kunden Lebensmittel passend zu angebotenen Rezepten einkaufen. Die dafür nötigen Zutaten sind bereits abgewogen und verpackt erhältlich. Zudem verschickt das Unternehmen Kochboxen auf Online-Bestellung. Im vergangenen Jahr erwirtschaftete Kochhaus laut Mitgründer Goo 8,4 Millionen Euro, fünf Prozent mehr als im Vorjahr.

Zu teuer, zu unflexibel – was taugt die Kochbox von Kochhaus?

Seit 2011 liefert das Berliner Unternehmen Kochhaus seine Rezeptboxen auch nach Hause. Die Gründerszene-Redaktion hat das Angebot ausprobiert.


Bild: Namensnennung Bestimmte Rechte vorbehalten von Oh-Berlin.com

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