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Just Eat kündigt Investitionen an und die Aktie bricht ein

Schon zum zweiten Mal in diesem Jahr hebt Just Eat die Umsatzprognose und das Investitionsvolumen an. Beide Male folgte an der Börse dieselbe Reaktion.

Steigende Kosten verschrecken Eigner von Just Eat. Die Aktien des britischen Essenslieferdienstes fielen am Dienstag um bis zu 6,4 Prozent. Grund dafür sind neue Entwicklungen und Vorhaben bei Umsatz und Investitionen. Wegen des wachsenden Konkurrenzdrucks kündigte das Unternehmen für 2018 Investitionen von umgerechnet 62 bis 67 statt 56 Millionen Euro an. Auch der geplante Umsatz wurde nach oben korrigiert. Wegen des anhaltenden Branchenbooms peilt Just Eat nun einen Gesamtjahresumsatz von bis zu 863 Millionen Euro an. Bislang hatte das Unternehmen maximal 785 Millionen Euro in Aussicht gestellt.

Experten bewerten die Kursschwankungen bei Just Eat als nicht ungewöhnlich. „Weltweites Wachstum hat seinen Preis", sagte Neil Wilson, Chef-Analyst des Online-Brokers Markets.com. Es sei ein Drahtseilakt, Marktanteile zu erobern ohne die Gewinnmargen zu gefährden.

Im ersten Halbjahr stieg die Zahl der Bestellungen den Angaben zufolge um 30 Prozent, der Kerngewinn dagegen nur um zwölf Prozent auf umgerechnet 93 Millionen Euro. In dem vergleichsweise geringen Gewinnwachstum spiegelten sich bereits die steigenden Kosten wider, sagte Wilson.

Schon im März war die Aktie von Just Eat abgestürzt, nachdem das Unternehmen Investitionen angekündigt hatte. Damals brachen die Aktien in der Spitze um bis zu 12,5 Prozent ein und steuerten damit auf ihren schlechtesten Handelstag seit ihrem Aktienmarktdebüt zu. Im vergangenen Jahr hatten die Papiere 71 Prozent zugelegt.

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Bild: Getty Images / BEN STANSALL / Contributor

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