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In Japan gibt’s Coca-Cola bald mit Alkohol

Der US-Konzern experimentiert gern mit neuen Limos, vor allem auf dem japanischen Markt. Als nächstes soll eine Cola mit Branntwein folgen.

Japan gilt als das Testlabor von Coca-Cola. Von einigen Getränken, die in dem Pazifikstaat schon längst das große Ding sind, hat man in andere Ländern noch nie was gehört. Erst im Herbst startete der Konzern dort den Verkauf von Cola Plus, einer ballaststoffreichen Limo, die beim Abnehmen helfen soll. Der nächste Clou soll ein Cola-Alkopop sein, ähnlich wie die traditionell japanischen Chūhai-Getränke. 

Chūhai, also alkoholische Limos, werden aus dem japanischen Branntwein Shōchū und Mineralwasser mit Aroma hergestellt. Eine solche Limo wäre ein Novum in der Geschichte von Coca-Cola. „Bisher haben wir noch nicht mit geringem Alkoholgehalt in Getränken experimentiert, aber es ist ein Beispiel dafür, wie wir Möglichkeiten außerhalb unseres Kerngeschäfts entdecken“, so der Japan-Chef Jorge Garduño. Ob es die neue Cola auch nach Europa schafft, ist nicht bekannt. „Viele Produkte, die hier geboren werden, bleiben hier“, sagt Garduño jedoch schon einmal vorsorglich. 

Coca-Cola wird nicht müde, regelmäßig neue Marken und Geschmacksrichtungen an den Mann zu bringen. In Deutschland launchte der Getränkekonzern gerade erst die Eisteemarke Fuze. Die Briten können seit neuestem Mandel- und Kokosmilch kaufen. Auch an Mate oder Cold Brew sei die Coca-Cola Company interessiert, wie die Lebensmittel Zeitung schreibt. Konzernchef James Quincey arbeitet damit daran, das Portfolio des Getränkeriesen weiter ausbauen und sich breiter auf dem Markt zu positionieren. 

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Mit Blick auf die jüngsten Zahlen hat das Unternehmen einen Anschub auch nötig: Coca-Cola kämpft seit Jahren mit sinkenden Verkaufszahlen. 2017 setzte der Getränkehersteller 35 Milliarden Euro um, 15 Prozent weniger als im Vorjahr. 

 

Bild: Education Images / Getty Images

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