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Jägermeister beteiligt sich an Hamburger Startup Gin Sul

Das Familienunternehmen soll dem Gin-Gründer helfen, international zu expandieren. Dabei ist die Zusammenarbeit für beide Seiten eine neue Erfahrung.

Diese Nachricht bedeutet für beide Seiten eine Premiere: Jägermeister ist bei Gin Sul eingestiegen. Für das Startup ist es der erste große, strategische Partner, für das Traditionsunternehmen ist es die erste Beteiligung. Nach Unternehmensangaben hat die Zusammenarbeit zum 1. Juli begonnen. Zur Höhe des Deals wollten beide Seiten keine Angaben machen. Gin Sul sieht durch die Zusammenarbeit die Chance, neue Märkte zu erschließen. 

Das Startup wurde 2014 in Hamburg gegründet. Inzwischen beschäftigt Gründer Stephan Garbe acht Mitarbeiter. Er soll auch nach der Beteiligung CEO und Gesellschafter bleiben, heißt es. Markenzeichen der Wacholder-Spirituosenmarke sind die weißen Tonflaschen, in denen das Startup seine Gins anbietet. Die Zutaten stammen größtenteils aus Portugal. Derzeit verkauft Gin Sul sein Produkt in 13 Ländern. Doch diese Zahl soll in Zukunft steigen. „Um als relativ junges Unternehmen langfristig und auch international erfolgreich zu sein, brauchen wir einen erfahrenen Mitstreiter“, sagt Garbe dazu. 

Vor seiner Karriere als Destillateur hatte Garbe einen ganz anderen Beruf. Zwischen 2000 und 2009 leitete er eine Agentur für politisches Marketing und war Wahlkampfstratege des ehemaligen Ersten Hamburger Bürgermeisters Ole von Beust (CDU), wie er dem Magazin Brand eins erzählte. Als er sich nach Jahren in diesem Job allerdings ausgebrannt fühlte, kaufte er eine Destillieranlage, investierte 250.000 Euro und verkaufte von nun an Spirituosen.


Das Familienunternehmen Mast-Jägermeister verspricht sich von der Zusammenarbeit mit dem jungen Unternehmen ebenfalls Lerneffekte. „Ich bin mir sicher, dass diese Partnerschaft zu großartigen Ergebnissen führen wird und dass wir beide viel voneinander lernen können", wird Michael Volke, Vorsitzender der Geschäftsführung von Mast-Jägermeister in der Pressemitteilung zur Beteiligung zitiert. Das Unternehmen aus Wolfenbüttel vertreibt sein Kräuterlikör derzeit in 135 Ländern. Rund 80 Prozent der Flaschen werden laut der Lebensmittelzeitung im Ausland abgesetzt. 

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Bild: Getty Images / Mike Coppola / Staff

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