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Hellofresh setzte 2018 mehr um als erwartet

Das Berliner Kochboxen-Startup hat seine voraussichtlichen Zahlen für das Geschäftsjahr 2018 veröffentlicht. Demnach liegen die Ergebnisse über den Erwartungen.

Der Kochboxen-Versender Hellofresh hat im abgelaufenen Jahr seinen Umsatz stärker gesteigert als prognostiziert. Er habe sich um etwa 41 Prozent auf rund 1,28 Milliarden Euro erhöht, teilte das Berliner Unternehmen in der Nacht zu Freitag bei der Veröffentlichung seiner vorläufigen Zahlen mit. Diese liegen über den eigenen Erwartungen: Hellofresh hatte ein Plus von 32 bis 37 Prozent in Aussicht gestellt. Noch zu Beginn des Jahres 2018 rechnete das Unternehmen von Mitgründer und CEO Dominik Richter gar nur mit einem Wachstum von 30 bis 35 Prozent.

Im abgelaufenen Jahr übernahm das 2011 gegründete Unternehmen unter anderem seinen Konkurrenten Chef’s Plate in Kanada sowie Green Chef auf dem für Hellofresh größten Markt, den USA. Dort konkurrieren die Berliner unter anderem mit Blue Apron. Inzwischen ist HelloFresh in elf Märkten aktiv, schreibt aber weiterhin rote Zahlen. Im abgelaufenen Jahr lag der bereinigte Betriebsverlust (Ebitda) zwischen 58 und 54 Millionen Euro. 2017 hatte der Fehlbetrag noch bei rund 70 Millionen Euro gelegen. Dabei betrug Ebitda auf dem US-Markt -35 Millionen Euro. Die restlichen Länder haben 2018 profitabel gearbeitet und ein Ebitda von höchstens 15 Millionen Euro erreicht. Die verbliebenen Verluste gingen auf das Ebitda der Holding zurück, heißt es in der Mitteilung.

Im laufenden Jahr will Hellofresh laut früheren Aussagen von Firmenchef Dominik Richter operativ die Gewinnschwelle knacken. Auch diese Prognose wurde verschoben. Noch im Frühjahr vergangenen Jahres hieß es, dass der Kochboxenversender Ende 2018 schwarze Zahlen schreibe will.

Die im SDax notierte Aktie sprang zum Handelsstart in Frankfurt um mehr als 14 Prozent in die Höhe. Am Freitagvormittag lag der Kurs zwischenzeitlich bei 8,81 Euro, 21 Prozent mehr als am Vortag. Am Donnerstag schloss das Wertpapier mit 7,23 Euro ab.

Rocket Internet reduziert seine Beteiligung an Hellofresh

Rund acht Jahre nach der Gründung des Kochboxen-Anbieter hält der Company Builder nur noch knapp 30 Prozent an seinem Startup.

 

 

Bild: Hellofresh, Mit Material von Reuters

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