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Hellofresh war im Jahr 2019 erstmals profitabel

Das Startup hat seine vorläufigen Zahlen fürs vergangene Geschäftsjahr veröffentlicht: Hellofresh erreichte erstmals den Breakeven. An der Börse kam die Meldung gut an.

Der Kochboxenanbieter Hellofresh hat dank eines Schlussspurts 2019 mehr von seinen Boxen verkauft und mehr damit verdient als gedacht. Der Umsatz kletterte im vergangenen Jahr nach vorläufigen Zahlen um 36 Prozent auf 1,8 Milliarden Euro, wie Hellofresh in der Nacht zum Donnerstag mitteilte. Im Oktober hatte das Berliner Startup noch ein Wachstum von 31 bis 33 Prozent in Aussicht gestellt. Das bereinigte operative Ergebnis Ebitda lag mit 45 bis 48 Millionen Euro noch deutlicher über den eigenen Prognosen. Somit war das Unternehmen erstmals auf Jahresbasis profitabel. 2018 waren es noch minus 55 Millionen Euro

Aktie auf Rekordhoch

Das trieb die Aktie von Hellofresh am Donnerstag um bis zu 14 Prozent auf ein Rekordhoch von 23,65 Euro – der größte Kurssprung seit drei Monaten. Die 2011 gegründete Firma ist damit an der Börse fast 3,9 Milliarden Euro wert.

Der bereinigte operative Gewinn entspricht einer Umsatzrendite von 2,5 bis 2,7 Prozent. Erwartet hatte Hellofresh zuletzt nur 0,5 bis 1,75 Prozent. Analysten hatten im Schnitt ein Ebitda von 19 Millionen Euro prognostiziert. In den USA, wo das Unternehmen mit mehr als einer Milliarde Euro 57 Prozent seines Umsatzes erwirtschaftet, kam Hellofresh schneller als gedacht mit neun bis zehn Millionen Euro Ebitda in die Gewinnzone. Anfang 2019 hatten dort nach Preissenkungen noch Verluste zu Buche gestanden, während das Geschäft im Rest der Welt schon seit zwei Jahren operativ profitabel arbeitet. Inzwischen seien die Margen weltweit etwa vergleichbar, sagte eine Sprecherin.

In den operativen Zahlen nicht enthalten sind allerdings unter anderem zehn Millionen Euro, die Hellofresh zusätzlich für Rechtsrisiken zurückgestellt hat. Die Sprecherin wollte nicht sagen, wobei es darum geht.

Rocket Internet steigt bei Hellofresh aus – für 350 Millionen

Der Internet-Investor Rocket Internet hat seine restliche Beteiligung an dem Kochboxen-Startup Hellofresh auf den Markt geworfen.

Bild: Hellofresh; Mit Ergänzungen von Lisa Ksienrzyk

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