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Warum der Onlineshop Gastro-Hero seine Ware auch offline präsentieren will

Das Startup Gastro-Hero ist mit dem Online-Handel von Küchengeräten groß geworden. Doch die Gründer wollen auch außerhalb des Internets wahrgenommen werden.

Gastro-Hero belegte mit einer Wachstumsrate von 1345 Prozent beim Gründerszene-Ranking 2016 den zweiten Platz. Anlässlich des Rankings ein Jahr später haben wir bei den Gründern nachgefragt: Was hat sich seitdem bei dem Unternehmen getan?

Der größte Unterschied, das erklärt Gründer Andreas Korsus, gleich zu Beginn, lässt sich nicht in Zahlen ausdrücken. „Vor dem Ranking gab es relativ wenig Presse über uns“, erzählt er. „Bei Bewerbungsgesprächen mussten wir immer erst erklären, wer wir sind und was wir machen.“ Seit einem Jahr ist das anders: „Plötzlich wissen die Leute, wer wir sind.“

Doch auch die Zahlen des Unternehmens, das Korsus zusammen mit Mark Baukmann und Jens Schütte im Jahr 2013 gegründet hat, zeigen in die richtige Richtung. „Wir haben uns in fast allen Bereichen vergrößert“, sagt Korsus. Das Startup aus Holzwickede im Ruhrgebiet hat inzwischen 140 Mitarbeiter, das Sortiment umfasst rund 35.000 Produkte. Zur Marge will sich der Geschäftsführer nicht äußern, doch er verrät: „2016 haben wir einen Umsatz von rund 35 Millionen Euro erwirtschaftet. Das Wachstum verläuft weiterhin sehr gut.“ Auch die Auftragslage entwickele sich „sehr positiv“.

Doch seit dem vergangenen Ranking ist noch mehr passiert: Von der Hamburger Beteiligungsgesellschaft Genui bekam Gastro-Hero ein Investment in zweistelliger Millionenhöhe. Seitdem sitzt auch Veltins-Chef Michael Huber im Beirat des Startups. Außerdem übernahm Gastro-Hero im Sommer 2017 den insolventen Konkurrenten Gastrozentrale. „Ingesamt spüren wir eine wachsende Bereitschaft, auch von großen Marken, zur Zusammenarbeit“, zeigt sich Korsus zufrieden.

DAS GRÜNDERSZENE-RANKING

Wir küren in diesem Jahr erneut die am schnellsten wachsenden Digitalunternehmen Deutschlands. Es werden die 50 Firmen mit dem höchsten Umsatzwachstum (CAGR) ausgezeichnet. Grundlage ist der Umsatz der Jahre 2014 bis 2016. Unser gesamtes Ranking-Magazin könnt Ihr hier herunterladen.

Die neu gewonnene Bekanntheit ist wichtig für das junge Unternehmen. Denn das größte Problem ist laut Korsus, „gute Leute zu finden“. „Wir skalieren in einer Größenordnung, dass wir nur mit Mühe genug Fachkräfte finden, um da personell hinterherzukommen.“ In München hat das Unternehmen einen zweiten Standort eröffnet, die Lagerfläche in Hamm ist von 9000 auf 20.000 Quadratmeter gewachsen. Weiterhin ist Gastro-Hero in sieben Ländern aktiv.

Das wichtigste Ziel für 2018 ist für ihn kein quantitatives. „Digitalisierung bedeutet nicht, dass man ausschließlich online agieren darf“, erklärt Korsus. „Man muss da sein, wo der Kunde ist. “ Das folgerichtige Ziel: „Wir wollen unser Online-Angebot immer mehr mit Offline-Präsentation der Ware wie zum Beispiel Showrooms und Vor-Ort-Service kombinieren.“

Bild: Gastro-Hero

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