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Frank Thelen hört bei „Die Höhle der Löwen“ auf

Er wolle sich mehr auf echte Tech-Investments konzentrieren, sagt TV-Löwe Frank Thelen. Seine Zeit bei DHDL hat ihm zu viel Bekanntheit verholfen.

Nach sechs Jahren bei der Vox-Fernsehshow „Die Höhle der Löwen“ ist Frank Thelen einmal mehr raus – diesmal nicht nur bei einer Investmentmöglichkeit, sondern ganz: Die laufende Staffel sei seine letzte, kündigte der Startup-Geldgeber in einem Interview mit dem Handelsblatt an. Er bekomme seine eigenen Tech-Investments und seine Jurorentätigkeit nicht unter einen Hut. Für jede Staffel sei er bis zu 40 Tage eingespannt, dabei komme seine eigene Investmentgesellschaft zu kurz.

In der Vergangenheit hatte Thelen die Show immer wieder gelobt, gegenüber der Zeitung ließ er nun aber etwas Ernüchterung durchblicken. So eine Sendung müsse immer auch Entertainment sein, damit die Leute einschalten, sagt er. Das sei für ihn als Technologie-Investor eine Herausforderung gewesen, so Thelen, weil ihn zum Beispiel Schnuller-Spender und Rattenfallen für Yachten nicht interessieren. Bei einigen Investments seien ihm Fehler passiert, etwa beim Mode-Startup Von Floerke.

Im Rahmen der Show hatten Thelen und seine VC-Gesellschaft Freigeist mit Investments in das Biosuppen-Startup Littlelunch und den Gewürzhersteller Ankerkraut vor allem ein Portfolio an Food-Startups aufgebaut. Für Thelen sollen jetzt hauptsächlich Künstliche Intelligenz, Blockchain, Quantencomputer, Energie oder die Mobilität der Zukunft wichtig werden, sagte er dem Handelsblatt. Deutschland müsse in diesen Bereichen international mehr Gewicht bekommen.

Vor allem bei seinem Engagement beim bayerischen Flugtaxi-Startup Lilium hat Thelen große Hoffnungen. Insgesamt umfasst das Freigeist-Portfolio derzeit 20 Unternehmen. Aktuell fangen die Investments des Kapitalgebers bei einer halben Million Euro an. Das solle in den kommenden Monaten aber mehr werden, so Thelen. Auch für weitere Fondsinvestoren wollten sich die bisherigen Partner öffnen. 

Die Zeit im TV-Rampenlicht hat Thelen auch genutzt, um ein eigenes Publikum in den sozialen Netzen aufzubauen. Allein auf Linkedin etwa folgen ihm knapp 165.000 Personen, auf Instagram sind es rund 125.000. Auch zu politischen Themen hat sich Thelen auf den Plattformen immer wieder zu Wort gemeldet und trat zum Beispiel gerne mit Staatsministerin Dorothee Bär auf – bis zu dem Punkt, dass ihm eigene politische Ambitionen nachgesagt wurden.

Bild: Frank Thelen

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