Trends, Innovationen und Digitales aus der Lebensmittelbranche

Foodspring, Takeaway, JD – das sind die Food-News der Woche

Das Berliner Startup Foodspring sichert sich eine 22-Millionen-Euro-Finanzierung, Takeaway investiert in Osteuropa und legt neue Zahlen vor – und JD eröffnet Supermärkte.

Lieber NGIN-Food-Leser,

wenn Frank Thelen einem Startup seine Hilfe anbietet, denken die meisten Gründer wohl nicht lange nach und sagen zu. Nicht so Sohrab Mohammad und Torben Buttjer des Startups Reishunger. Sie haben ein Angebot des Investors in der TV-Show „Die Höhle der Löwen“ abgelehnt und sich dazu entschieden, ihr Startup alleine groß zu machen. Mit Erfolg: Reishunger ist seit dem zweiten Jahr profitabel, der Umsatz wurde zuletzt verdoppelt und lag 2017 bei fünf Millionen Euro. In dieser Woche haben die beiden Gründer unserer Redakteurin Elisabeth erzählt, wie man ein Food-Startup ohne fremde Hilfe aufbaut.


Worüber wir sonst noch berichtet haben? Hier die wichtigsten Geschichten der Woche im Überblick:

Fonterra investiert 22 Millionen Euro in Foodspring: Das Berliner Startup Foodspring kann sich über frisches Geld freuen. Wie NGIN Food am heutigen Donnerstag exklusiv meldete, hat der neuseeländische Konzern 22 Millionen Euro in das Hipster-Unternehmen investiert. Es ist das erste Investment der Venture-Einheit der Neuseeländer. Was Foodspring mit dem Geld machen will, kannst du hier lesen.

Schweizer App Bring! bekommt Millionen: Am Anfang war Bring! nur ein digitaler Einkaufszettel, den mehrere Menschen gleichzeitig bearbeiten konnten. Nun hat das Zürcher Startup 2,3 Millionen Schweizer Franken (rund zwei Millionen Euro) eingesammelt, um noch weitere Funktionen zu entwickeln. So soll die App bald eigenständig wissen, wann wieder Waschpulver gekauft werden muss. Alle Details zu dem Deal findest du hier.

Takeaway baut Osteuropa Geschäft aus: Das niederländische Lieferunternehmen Takeaway hat den Anspruch, in jedem Markt, in dem es aktiv ist, den größten Food-Lieferservice zu bieten. Das gilt seit dieser Woche auch für Rumänien und Bulgarien. Takeaway hat die beiden Lieferdienste BGmenu (Bulgarien) und Oliveira (Rumänien) übernommen. Zudem legte das Startup in dieser Woche die offiziellen Zahlen für 2017 vor.

Chinas E-Commerce-Riese JD eröffnet Supermärkte: Die Lebensmittelbranche beobachtet seit Monaten gespannt, wie Amazon nach der Übernahme von Whole Foods in den Markt eingreift. Die Eröffnung von Amazon Go war wohl nur ein erster Schritt. Doch das US-Unternehmen ist nicht der einzige E-Commerce-Gigant, der den Food-Markt für sich entdeckt. In China hat das Amazon-Äquivalent JD nun sieben High-Tech-Supermärkte eröffnet. Wie die Filialen aussehen und wer JD ist, siehst du hier.

Was du sonst noch wissen solltest: Amazon will immer einen Schritt schneller sein als die Konkurrenz. Und bald auch als die Kunden. Denn das Unternehmen hat nun eine Software patentieren lassen, die voraussagt, wann der Kunde Hunger hat, noch bevor er selbst es weiß. Amazon will dem Bald-Hungrigen daraufhin Vorschläge machen, welches Essen er sich doch liefern lassen könnte.

Lesetipp: „Essen wird nicht durch Supereigenschaften zum Superfood. Sondern mit Supermarketing.“ Diese These stellt Zeit Online auf und geht dem Hype um einige Superfoods auf den Grund. Warum wurde die Avocado so beliebt? Wer machte Grünkohl so populär? Und was ist an Gojibeeren so gesund? Doch Achtung: Die Lektüre könnte manch einem Superfood-Liebhaber den Appetit verderben.

Das war’s für diese Woche – am kommenden Donnerstag liest du wieder von uns!

PS: Möchtest Du uns Feedback geben oder spannende Food-Unternehmen vorschlagen? Schreib' uns an redaktion@ngin-food.com.

Bild: JD 

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