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Flaschenpost sammelt 50 Millionen ein

Das Münsteraner Startup Flaschenpost erhält eine Millionenfinanzierung aus New York. Damit will das junge Getränke-Lieferunternehmen vor allem wachsen.

Der Münsteraner Getränke-Lieferant Flaschenpost kann sich über eine millionenschwere Finanzierung freuen. 50 Millionen Euro sammelte die 2016 gegründete Firma vom New Yorker VC Tiger Global ein, wie Deutsche Startups zuerst berichtete. Auf Anfrage von Gründerszene bestätigte CEO Stephen Weich das Investment. Es werde im ersten Schritt für das nationale und im nächsten für das internationale Wachstum verwendet, so der Geschäftsführer.

Über die Website von Flaschenpost können sich Kunden innerhalb von zwei Stunden Getränke liefern lassen. Bisher ist Flaschenpost in acht deutschen Regionen aktiv und liefert nach eigenen Angaben bis zu 50.000 Bestellungen pro Woche aus. Das Startup richtet an jedem Standort ein neues Lager ein und stellt ein Team zusammen. Derzeit arbeiten rund 1.700 Fahrer, Lagerkräfte und Büromitarbeiter für die junge Firma. 

Weich leitet sie gemeinsam mit CMO Christopher Huesmann und COO Niklas Plath. Geht es nach ihnen, sollen in diesem Jahr acht bis zehn weitere Standorte dazukommen. Auch Österreich und die Schweiz kommen demnach als neue Märkte in Betracht. „Aktuell schauen wir uns national und international diverse Standorte an“, sagt Weich. Eine große Herausforderung werde es sein, ausreichend Auslieferungsfahrer zu finden. In der Vergangenheit musste der Dienst in Hamburg bereits wegen Personalmangels pausieren.

Neben dem neuen, im E-Commerce erfahrenen Geldgeber Tiger Global sind weitere bekannte VCs in Flaschenpost investiert, darunter Cherry Ventures und Vorwerk Ventures. Außerdem Geldgeber wie die Business-Angel-Gruppe Saarbruecker21, Philipp Kreibohm von Home24, David Khalil und Lukas Brosseder von Edarling sowie Robert Maier von Ladenzeile. Zudem ist Discovery Ventures, hinter dem die beiden Sumup-Gründer Jan Deepen und Stefan Jeschonnek stehen, an Flaschenpost beteiligt.

Flaschenpost setzt trotz Kritik weiter auf Wachstum

In einem Medienbericht wird dem Liefer-Startup vorgeworfen, unseriös zu arbeiten. Flaschenpost reagiert mit Expansionsplänen und will bald den Break-even erreichen.

Bild: Flaschenpost / Christoph Papsch

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