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Wie geht es eigentlich dem DHDL-Startup Frooggies?

2016 stieg Löwe Jochen Schweizer bei dem Liechtensteiner Startup Frooggies ein. Nun will der Fruchtpulver-Hersteller mithilfe von Fernsehwerbung kräftig wachsen.

Jochen Schweizer stellte damals eine Bedingung: Der Investor aus der TV-Show Die Höhle der Löwen wollte einen eigenen Protein-Shake mit seinem Gesicht auf der Verpackung haben. Aus diesem Grund stimmte der Juror dem Deal in der dritten DHDL-Staffel zu. Für 40.000 Euro erhielt Schweizer zehn Prozent der Unternehmensanteile von Frooggies. Das Liechtensteiner Startup stellt seit 2015 natürliches Fruchtpulver her, das mit Wasser zu Smoothies gemischt wird.

Seit Ende 2016 – also kurz nach der Ausstrahlung des Pitches im Fernsehen – ist Frooggies profitabel, heißt es von Gründer Philippe Nissl gegenüber NGIN Food. Mehr als 112 Tonnen Fruchtpulver habe das Startup in dem ersten Jahr nach der Sendung verkauft. Einen niedrigen einstelligen Millionenbetrag setzte das Familienunternehmen 2017 damit nach eigenen Angaben um. Durch den DHDL-Hype konnte Frooggies seine Einnahmen nach eigenen Angaben verfünfzehnfachen. Mittlerweile beschäftigt Frooggies zwölf Mitarbeiter, gestartet waren die Gründer zu dritt. Die Produkte sind in mehr als 3.000 Supermärkten in acht europäischen Ländern gelistet, darunter Edeka und Rewe in Deutschland.

Ein eigenes Produkt für Jochen Schweizer

Um die mediale Aufmerksamkeit zu erhöhen, hat das Liechtensteiner Startup nun ein Werbebudget in Höhe von 750.000 Euro vom ProSiebenSat.1-Accelerator erhalten. Anteile an dem DHDL-Startup hält ProSiebenSat.1 jedoch nicht. Und Jochen Schweizer bleibt weiterhin der einzige Investor an Bord, wie die Gründer auf Nachfrage von NGIN Food bestätigen. Eine Finanzierungsrunde plane das Startup für die nächste Zeit auch nicht.

Die Idee für Frooggies kam Sarah Nissl-Elkuch, ihrem Mann Philippe Nissl und ihrem Bruder Patrick Elkuch im brasilianischen Dschungel. Während eines Urlaubs hätten sie dort jeden Tag frische Säfte getrunken. Zurück in Liechtenstein sind die Früchte jedoch zu schnell verfault. Deshalb hat das Gründerteam seine Jobs bei einer Bank aufgegeben und länger haltbares Pulver aus gefriergetrocknetem Obst entwickelt.

Bild: Frooggies

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